Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Bremen - Über Florian Kohfeldt lässt sich sagen, dass er im Moment obenauf ist. Drei Siege in fünf Spielen mit Werder Bremen sind eine Aussage.
Über seinen ehemaligen Co-Trainer-Kollegen Torsten Frings lässt sich sagen, dass er gerade das genaue Gegenteil erlebt. Der Ex-Nationalspieler wurde am Samstag bei Zweitligist Darmstadt 98 als Chefcoach freigestellt, nachdem die Mannschaft unter seiner Regie bis auf den Relegationsplatz abgerutscht ist. Bei Kohfeldt und auch bei Werder-Sportchef Frank Baumann blieb die Entlassung nicht ohne Reaktion.
„Jede Trainer-Entlassung ist schade. Wenn es einen persönlichen Freund trifft, ist es aber nochmal schlimmer“, sagte Baumann, der allerdings im September letzten Jahres selbst am Hebel der Falltür gezogen hatte, durch die Frings, Kohfeldt und Cheftrainer Viktor Skripnik fielen. Baumann hatte das Trainerteam entlassen, Kohfeldt jedoch quasi nur auf Eis gelegt, um ihn später zum U23-Trainer zu machen. Frings musste gehen, heuerte dann im Dezember beim zu dem Zeitpunkt schon sehr sicheren Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 an. „Torsten hat in Darmstadt in der vergangenen Saison gute Arbeit geleistet, hat auch in der Zweiten Liga einen guten Start gehabt“, meint Baumann und nennt die Entlassung durch die „Lilien“ „etwas überraschend“.
Wirklich überraschend kam die Trennung nach der Talfahrt in die Abstiegsregion jedoch nicht. „Ich fühle auf jeden Fall mit Torsten. Es tut mir sehr leid für ihn“, sagte Florian Kohfeldt: „Aber ich kenne Torsten auch als jemanden, der definitiv wieder aufstehen und seinen Weg als Trainer weiter gehen wird, da bin ich mir absolut sicher. Torsten ist ein Trainer mit hoher Qualität.“
Frings wird nun sicherlich wieder viel mehr Zeit in Bremen verbringen. Die Gelegenheit, sich auf einen Kaffee zu treffen, wäre da. Wahrscheinlich bleibt es aber erstmal beim Ferngespräch, so Kohfeldt: „Mit Sicherheit werden wir die Tage mal telefonieren.“