Nach dem Saisonfinale

Kommentar zur Werder-Saison: Ein Jahr als Schritt nach vorne

Der SV Werder Bremen kann mit seiner Saison zufrieden sein, für Europa müsste das Team aber konstanter werden - ein Kommentar.
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Der SV Werder Bremen kann mit seiner Saison zufrieden sein, für Europa müsste das Team aber konstanter werden - ein Kommentar.

Werder Bremen hat Europa verpasst, aber Tabellenplatz neun ist leistungsgerecht und die Saison insgesamt ein Schritt nach vorne. Nun wird die Sommer-Transferphase ganz wichtig. Ein Kommentar von DeichStube-Reporter Daniel Cottäus.

Bremen - Das ausgegebene Saisonziel war der Klassenerhalt, und den hat der SV Werder Bremen in der nun abgelaufenen Saison 2023/24 erreicht, sogar vorzeitig. Allein deshalb dürfen die Verantwortlichen am Osterdeich mit dem Jahr zufrieden sein. Mit etwas Glück (sprich: zwei Toren mehr) hätte es am Ende sogar für den ganz großen Wurf, nämlich die vermeintliche Rückkehr aufs internationale Parkett gereicht, das Werder seit 2010 nicht mehr betreten hat. Dass es dazu unter dem Strich nicht kam, mag man ärgerlich finden, weil es so knapp war. Und dennoch ist Tabellenplatz neun absolut leistungsgerecht.

Werder Bremen ist es nach einem komplizierten Transfersommer inklusive Füllkrug-Abgang sowie einem völlig verpatzten Saisonstart gelungen, im Verlauf der Hinrunde nach und nach in die Spur zu finden, um dann eine insgesamt starke zweite Halbserie zu spielen. Platz sechs in der Rückrundentabelle dokumentiert das, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch zwischen den Spieltagen 24 und 29 gewaltig knirschte und in sechs Partien nur einen Punkt gab.

Für das Ziel Europa muss Werder Bremen konstanter werden - dafür muss der Kader auch in der Breite verbessert werden

Insgesamt hat es Cheftrainer Ole Werner in seinem dritten Jahr an der Weser geschafft, die Mannschaft einen Schritt voranzubringen, weil er sich und seiner Spielidee auch in schwierigen Phasen treu geblieben ist. Damit sich dieser Weg aber fortsetzen lässt und ambitioniertere Saisonziele als der Klassenerhalt realistisch sind, muss Werder Bremen künftig konstanter werden, was den Blick unmittelbar auf den bevorstehenden Transfersommer lenkt.

Damit personelle Rückschläge nicht erneut zu Erschütterungen werden, gilt es, den Kader qualitativ auch in der Breite zu verbessern. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Eckpfeiler des Teams möglichst vor dem ersten Pflichtspiel stehen. Dieses Ziel hat Ole Werner direkt nach dem Saisonabschluss bereits öffentlich formuliert. Und das ist definitiv schon mal eine gute Voraussetzung dafür, dass der Traum von Europa in Bremen auch in der Saison 2024/25 weiterlebt. (dco)

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