DeichStube-Kommentar
Trauerfeier für Willi Lemke: Das Fernbleiben der Werder-Profis ist unglücklich - ein Kommentar
Die Profis des SV Werder Bremen nehmen an diesem Freitag nicht an der Trauerfeier für Vereinslegende Willi Lemke teil. Das ist unglücklich, meint DeichStube-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.
Von Björn Knips. Nach dem plötzlichen Tod von Willi Lemke titelte der SV Werder Bremen vor gut einer Woche auf seiner Internetseite: Die grün-weiße Welt steht still! So wird es auch am Freitag sein bei der offiziellen Trauerfeier im Bremer St. Petri Dom. Keine drei Kilometer davon entfernt rollt der Ball dagegen ganz normal weiter, die Profis bereiten sich fast zeitgleich auf ihr Bundesligaspiel am Samstag in Augsburg vor. Ihre Vorbereitung soll nicht gestört werden, außerdem wäre es organisatorisch schwierig gewesen, die Reise in den Süden umzuplanen, heißt es dazu von Werder. Das Gastspiel beim FC Augsburg steigt am Samstag (15.30 Uhr live im TV und im Livestream).
Abschied von verstorbener Werder-Legende Willi Lemke: Die Bilder zur emotionalen Trauerfeier im Bremer St. Petri Dom




Werder Bremen-Profis fehlen bei der Trauerfeier für Willi Lemke - Kommentar: „Das Fernbleiben der Profis ist unglücklich“
Restlos überzeugend klingt das nicht – und es fällt einem sofort ein im Zusammenhang mit Willi Lemke gern benutzter Satz ein: „Wo ein Willi ist, ist auch ein Weg!“ Es muss doch möglich sein, dass zumindest Trainer und Mannschaftsrat einem der größten Werderaner überhaupt die letzte Ehre erweisen und ihre Pläne entsprechend anpassen. Das Fernbleiben der Profis ist unglücklich! Es wird damit die Chance verpasst, noch deutlicher zu machen, dass die viel zitierte Werder-Familie für wirklich alle etwas ganz Besonderes ist und sich der Verein dadurch von vielen anderen Clubs unterscheidet. (kni)