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Kommentar: Werder Bremen muss über Ole Werner diskutieren – und nicht nur über ihn

Ole Werners offensive Spielidee und eigenwillige Abwehrstrategie passen nicht zur Qualität des Kaders - Werder Bremen muss dringend über seinen Trainer diskutieren, meint DeichStube-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.
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Ole Werners offensive Spielidee und eigenwillige Abwehrstrategie passen nicht zur Qualität des Kaders - Werder Bremen muss dringend über seinen Trainer diskutieren, meint DeichStube-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.

Ole Werners offensive Spielidee und eigenwillige Abwehrstrategie passen nicht zur Qualität des Kaders. Der SV Werder Bremen muss dringend über seinen Trainer diskutieren - und nicht nur über ihn, meint DeichStube-Chefredakteur Björn Knips in seinem Kommentar.

Ein Kommentar von Björn Knips. Acht Pflichtspiele hat der SV Werder Bremen in dieser Saison absolviert, fünf Mal mussten sich die Profis den gleichen Vorwurf gefallen lassen: keine Intensität, ungenügendes Zweikampfverhalten, schlechte taktische Umsetzung. Mal dauerte diese Phase nur eine halbe Stunde, wie gegen den 1. FC Köln, als der Schaden noch behoben werden konnte. Oftmals aber viel länger – wie gegen Viktoria Köln, die Aufsteiger Heidenheim und Darmstadt sowie nun auch gegen die TSG Hoffenheim, weshalb es Niederlagen hagelte. Da läuft also gehörig etwas schief. Und das nicht erst seit dieser Saison, sondern schon seit der vergangenen Rückrunde.

Daher rückt nun Trainer Ole Werner immer mehr in den Fokus. Das Pokalaus sowie Platz 14 mit sechs Punkten aus sieben Partien sind noch kein Grund zur Panik und auch nicht zwingend für einen Trainerwechsel. Trotzdem muss Werder Bremen dringend über seinen Coach diskutieren. Denn der Trend ist besorgniserregend. Werner findet seit Monaten keine Lösung, das Defensivproblem zu beheben. Das Gegentorkonto ist schon wieder prall gefüllt. Werner hat zwar personelle Veränderungen vorgenommen, wenn auch nicht immer freiwillig, aber die Wurzel allen Übels steckt noch tief im Rasen: Werners offensive Spielidee und eigenwillige Abwehrstrategie passen nicht zur Qualität des Kaders und schon gar nicht zur aktuellen Situation. Diese Mannschaft braucht endlich Sicherheit! Es ist kein Niclas Füllkrug mehr da, der die defensiven Wunden mit Ballbehauptung und Toren behandelt.

Und noch etwas ist auffällig: Spielt Werder Bremen nach Ole Werners Plan, geht nicht viel. Erst wenn eine Partie nach Einwechslungen und Aufbrechen der taktischen Marschroute wilder wird, kämpfen sich die Profis zurück ins Spiel und haben wie gegen die TSG Hoffenheim sogar die Chance auf einen Punktgewinn. Dieses Harakiri taugt allerdings nicht als Dauerlösung, weil es viel zu riskant ist.

Der Kader des SV Werder Bremen wirkt aktuell nicht bundesligareif, meint DeichStube-Chefredakteur Björn Knips

Ole Werner braucht einen neuen Plan oder muss seinen zumindest so anpassen, damit ihm sein Personal wieder mehr vertraut und damit zum Beispiel die zu langsamen Abwehrspieler nicht ständig in Eins-gegen-eins-Situationen getrieben werden. Womit auch Werners Vorgesetzte ins Spiel kommen. Frank Baumann und Clemens Fritz sowie mit Abstrichen Johannes Jahns, der erst seit wenigen Monaten im Club ist, sind für die Zusammenstellung des Kaders zuständig. Der wirkt aktuell nicht reif genug für die Bundesliga – und schon gar nicht im Zusammenspiel mit dem Trainer, dessen Vertrag trotz einer schwachen Rückrunde vorzeitig verlängert wurde. Da muss nun auch der Aufsichtsrat ganz genau hinschauen, was das Beste für den SV Werder Bremen ist. Noch stehen die Grün-Weißen über dem Strich, aber wenn der Mannschaft auch nach den nächsten Partien die fehlenden Basics für ein Pflichtspiel vorgeworfen werden müssen, wird sich das ganz schnell ändern.

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