DeichStube-Kommentar

Kommentar zum Transfer von Borre zu Werder: Eine Notlösung deckt viele Probleme auf

Rafael Borre (li) wechselte als Last-Minute-Transfer zu Werder Bremen - ob Sportchef Frank Baumann mit seinem Team einen guten Kader zusammengestellt hat, wird sich noch zeigen.
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Rafael Borre (li) wechselte als Last-Minute-Transfer zu Werder Bremen - ob Sportchef Frank Baumann mit seinem Team einen guten Kader zusammengestellt hat, wird sich noch zeigen.

Ein Kommentar von Björn Knips. Eigentlich sollte es jeder wissen: Der SV Werder Bremen konnte Niclas Füllkrug nicht gleichwertig ersetzen! Weil ein Großteil des Geldes zum Überleben gebraucht wird und weil echte Neuner selten und deshalb teuer sind. Eine kreative Lösung musste her – und Werder fühlte sich darauf gut vorbereitet.

Doch dann ging ziemlich viel schief, die Topkandidaten auf der Wunschliste standen plötzlich nicht mehr zur Verfügung, die Zeit wurde knapp, eine Notlösung musste her. Das ist mehr als ärgerlich! Wenngleich es die wirtschaftlichen Zwänge den Verantwortlichen auch nicht leicht machen. Werder Bremen musste in diesem Sommer viel Geld durch Transfers erwirtschaften. Dieses Geschäftsmodell ist und bleibt ziemlich gefährlich. Zumal zu wenig in den eigenen Nachwuchs investiert und im Team zu wenig auf die Entwicklung junger Spieler gesetzt wird. Es muss also dringend geschaut werden, wo das Geld sonst noch herkommen könnte.

Kommentar zum Last-Minute-Transfer von Werder Bremen: „Ja, Rafael Borre ist eine Notlösung, aber eine interessante“

Sportlicher Erfolg ist da hilfreich, aber genauso schwer planbar. Vor allem mit diesem Kader. Sportchef Frank Baumann behauptet zwar, dass der Gesamtkader des SV Werder Bremen nicht schlechter geworden ist, aber das muss sich erst noch zeigen.

Ja, Rafael Borré ist eine Notlösung, aber eine interessante. Der Kolumbianer hat schon mal richtig gut funktioniert bei Eintracht Frankfurt und ist für seinen nimmermüden Einsatz bekannt. Natürlich gilt er nicht als der Goalgetter im Stile eines Füllkrugs, er sollte auch ob des Größenunterschieds von 15 Zentimetern eher flach als hoch angespielt werden, aber er könnte für ein anderes Werder-Spiel sorgen. Und seien wir doch ehrlich: Wirklich erfolgreich war Werder Bremen in den letzten Monaten nicht – auch nicht mit Füllkrug. Und der Nationalspieler wollte weg. Das mussten ihm die Bremer aus finanziellen Gründen sogar ganz spät gestatten. Allerdings wäre es schon gut gewesen, wenn für Borré zumindest eine Kaufoption ausgehandelt worden wäre. Denn so droht den Bremern schon bald wieder, einen guten Stürmer nicht gleichwertig ersetzen zu können. (kni)

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