DeichStube-Kommentar zu Werders Transfers
Kommentar zu Werders Transfer-Winter: Verheißungsvolle Soforthilfen, fehlende Nachhaltigkeit und eine drohende Gefahr
Der SV Werder Bremen hat seinen Kader im Winter-Transferphase mit den Verpflichtungen von André Silva und Issa Kaboré verstärkt, doch wirklich nachhaltig sind die Transfers nicht, meint DeichStube-Reporter Daniel Cottäus in seinem Kommentar!
Im offiziellen Sprachgebrauch des SV Werder Bremen taucht das Wort Europa weiterhin nicht auf. Daran hat sich auch nach Ablauf der Winter-Transferphase nichts geändert. Dass man Ziele aber durchaus formulieren kann, ohne sie offen anzusprechen, haben die Bremer eindrucksvoll durch ihre Aktivitäten auf dem Transfermarkt bewiesen. Die Verpflichtung von Stürmer André Silva zeigt, dass Werder seine große Chance nutzen - und im Kampf um die internationalen Plätze ernst machen will.
Daniel Cottäus über Werder Bremens André Silva: „Mit seiner Qualität und Erfahrung hat er das Potenzial zur Soforthilfe“
Auch wenn der Portugiese seine Bestform schon seit längerer Zeit sucht - mit seiner Qualität und Erfahrung hat er allemal das Potenzial zur Soforthilfe, die den Kader signifikant besser macht. 56 Tore in 129 Bundesligaspielen sprechen eine klare Sprache. Issa Kaboré, zweiter Winter-Neuzugang des SV Werder Bremen, fällt in eine ähnliche Kategorie, wenn auch auf anderer Position. Bei seinen bisher fünf Einsätzen für Grün-Weiß hat der Flügelspieler gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Den Abgang von Olivier Deman hat Werder mit ihm mehr als kompensiert. Einziges Manko: Große Nachhaltigkeit versprechen die Verpflichtungen von André Silva und Kaboré erstmal nicht, eher kurzfristigen Erfolg. Beide Spieler sind nur bis Sommer ausgeliehen, ohne Kaufoption.
Und trotzdem: Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Kader des SV Werder Bremen im Winter stärker geworden ist. Dass Naby Keita und Isak Hansen-Aaröen nicht mehr da sind, fällt sportlich nicht weiter ins Gewicht, erinnert aber an den Mannschaftsteil Mittelfeld, der weiterhin gefährlich dünn besetzt ist. Jens Stage, Romano Schmid und Senne Lynen sind gesetzt, Leonardo Bittencourt der Back-up-Profi Nummer eins. Viel passieren darf da nicht. Zumal Skelly Alvero zuletzt gezeigt hat, dass ihm immer noch ein gutes Stück fehlt. Ein frischer Mann für die Zentrale hätte Werder also gut zu Gesicht gestanden. (dco)