„Wenn man etwas erreichen will...“
Werder-Co-Trainer Groß kümmert sich ums Team - und nebenbei auch noch um seine Lizenzen
Ex-Profi Christian Groß ist nicht nur Co-Trainer beim SV Werder Bremen, sondern macht nebenbei auch noch Trainer-Lizenzen. Wie ihm das gelingt.
Bremen – Sein Platz auf der Bank des SV Weder Bremen ist direkt neben dem von Horst Steffen, mit einem Knopf im Ohr ist Christian Groß zudem mit den Analysten auf der Tribüne verbunden – und springt dann im Bedarfsfall auch selbst mal auf, um am Spielfeldrand korrigierende Kommandos an die Mannschaft weiterzugeben. Davon konnten sich am vergangenen Freitag während des Heimerfolgs über den 1. FC Union Berlin (1:0) die Fans in der Mitte der Südtribüne des Weserstadions aus nächster Nähe überzeugen. Auch während der wöchentlichen Einheiten ist der Co-Trainer ein wichtiger Bezugspunkt für die Spieler, schließlich war der 36-Jährige vor gar nicht allzu langer Zeit nicht nur Teamkollege, sondern auch Profi. Groß kennt inzwischen also beide Seiten des Fußballs bestens, dabei ist seine Premierensaison als Assistent mit einigen Zusatz-Strapazen gespickt.
Christian Groß über seinen Co-Trainer-Job bei Werder Bremen und den sogenannten DFB Player‘s Pathway
„Die Trainerlizenzen laufen parallel, auch in den Länderspielpausen geht es weiter. Ich werde deshalb im November nochmal für ein paar Tage weg sein“, sagt der einstige Defensiv-Allrounder des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube. Christian Groß absolviert derzeit den sogenannten DFB Player‘s Pathway, ein Programm, das aktiven und ehemaligen Akteuren die Chance bieten will, den Übergang vom Profidasein in eine verantwortungsvolle Position im Fußball zu erleichtern. „Natürlich ist das nebenbei auch kräftezehrend und intensiv“, gibt Groß zu, „aber das gehört eben dazu. Wenn man etwas erreichen will, muss man auch etwas dafür tun.“
Und der gebürtige Bremer genießt es sichtlich, wieder ganz dicht dran am Geschehen zu sein. Zur Erinnerung: Nachdem Christian Groß im Sommer 2024 seine Karriere bei Werder Bremen beendete hatte, ging es erst auf eine Weltreise mit der Familie und anschließend für einen Scoutingjob zu Bayer 04 Leverkusen. Doch die Sehnsucht nach dem Alltagsgeschäft blieb – und als dann Horst Steffen vor wenigen Monaten neuer Trainer am Osterdeich wurde und für seinen Stab noch eine Verstärkung brauchte, nahm das Groß-Comeback Formen an. Seither lernt er, steuert aber auch selbst wertvolle Impulse bei, wie alle Beteiligten regelmäßig erklären. „Ich persönlich hatte einen guten Start in die neue Rolle. Dadurch, dass ich ja fast alle Spieler und viele Mitarbeiter schon kannte, hat die Eingewöhnung natürlich noch schneller und besser funktioniert“, sagt der zweifache Vater. „Nach und nach lerne ich die Trainerarbeit immer besser kennen. Ich fühle mich sehr wohl im Trainerteam und freue mich einfach sehr darüber, dass ich wieder zurück bin.“ (mbü/bvo)
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