Serie zum 120. Geburtstag des Vereins

Die kuriosesten Werder-Spiele über 120 Minuten

Jurij Maximov jubelte über sein Siegtor gegen die Stuttgarter Kickers. 90 Sekunden später flog der Werder-Profi vom Platz.
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Jurij Maximov jubelte über sein Siegtor gegen die Stuttgarter Kickers. 90 Sekunden später flog der Werder-Profi vom Platz.

Der SV Werder Bremen feiert am 4. Februar 2019 sein 120-jähriges Bestehen. Die DeichStube hat anlässlich des runden Geburtstags einige der kuriosesten, spannendsten und größten Werder-Spiele über 120 Minuten aus dem Archiv gekramt und in einer kleinen Serie zusammengefasst.

Den Anfang machen die kuriosesten Spiele:

12. Dezember 1970: Fortuna Düsseldorf 3:1 Werder Bremen (n.V.)

Drei Elfmeter in einem Spiel

Kurios ging es im Erstrunden-Match des DFB-Pokals zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SV Werder am 12. Dezember 1970 zu - in der umkämpften Partie gab es nämlich gleich drei Strafstöße.

Die Führung für die Düsseldorfer besorgte Dieter Herzog in der 76. Minute per Elfmeter. Werder-Legende „Pico“ Schütz rettete die Bremer – natürlich ebenfalls vom Elfmeterpunkt – kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit seinem Ausgleichstreffer in die Verlängerung (89.).

Doch die Freude sollte nur von kurzer Dauer sein, denn die Fortuna glich die Führung postwendend durch Rainer Geye aus (91.). Aber einen hatten sie dann doch noch: Dieter Herzog traf in der 98. Spielminute zum 3:1 und damit zur endgültigen Entscheidung – natürlich wieder vom Punkt.

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8. Februar 1975: Werder Bremen 2:2 FC Augsburg (n.V.)

Vier Bremer Tore beim 2:2

In der DFB-Pokal-Saison 1974/75 ereignete sich die nächste Bremer Kuriosität. In der dritten Runde empfing Werder im Weserstadion den FC Augsburg. Das Spiel endete 2:2, und das, obwohl die Bremer alle vier Tore geschossen hatten. Wie ist das denn möglich?

Für die 1:0-Führung der Grün-Weißen hatte Jürgen Röber gesorgt (52.). In der 80. Minute unterlief dem Bremer Urban Klausmann ein Eigentor, das den Fuggerstädtern die Verlängerung bescherte. Die Bremer schüttelten sich einmal kurz und verdauten den Schock auf ihre Weise. Nämlich mit der erneuten Führung durch Volker Ohling (98.).

Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Torwart Dieter Burdenski unterlief in der 113. Minute tatsächlich ein weiteres Eigentor zum Ausgleich. Die Folge: ein Wiederholungsspiel in Augsburg. Das gewann Werder dann mit 2:1.

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15. Februar 2000: Werder Bremen 2:1 Stuttgarter Kickers (n.V.)

Die 30 Sekunden des Jurij Maximov

Im DFB-Pokal-Halbfinale der Saison 1999/2000 traf der SV Werder auf den Zweitligisten Stuttgarter Kickers und entging nur knapp einer Blamage. Dabei gelang den Bremern einen Start nach Maß: Christoph Dabrowski erzielte die frühe Führung (2.). Diese hätte für Ruhe bei den Grün-Weißen und den 18.570 Zuschauern im Bremer Weserstadion sorgen können, doch es sollte anders kommen.

Die auswärts in dieser Saison noch sieglosen Schwaben ließen zu keinem Zeitpunkt der Partie locker und erzwangen durch Mustafa Özkan (82.) die Verlängerung. Dort vergab Stuttgart sogar beste Gelegenheiten zur Führung. Das rächte sich: Stürmer Jurij Maximov schoss Werder in der 103. Spielminute in Front und damit ins Endspiel nach Berlin.

Aber wie eng Freud und Leid manchmal beieinander liegen können, erfuhr Maximov keine 30 Sekunden nach seinem Tor auf die ganz harte Tour. Der Jubel über die Führung war kaum abgeebbt, da foulte der Stürmer seinen Gegenspieler an der Mittellinie und sah dafür die Gelb-Rote Karte. Damit war sein Traum vom Pokalfinale in Berlin ausgeträumt.

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