Werder vor Leih-Transfer
André Silva soll sofort helfen: Werder steht kurz vor Ausleihe des Leipzig-Stars
Werder Bremen steht kurz vor der Ausleihe von André Silva, noch sind jedoch letzte Details zu klären. Warum die Bremer mit dem Portugiesen noch einen weiteren Stürmer verpflichten wollen!
Bremen – Mit dem SV Werder Bremen dürfte André Silva bisher überwiegend positive Erinnerungen verbinden. Zumindest lässt seine Statistik diesen Schluss zu. Sieben Mal stand der Portugiese dem Club bereits als Gegner in einem Pflichtspiel gegenüber, und seine persönliche Bilanz kann sich mehr als nur sehen lassen: sechs Tore und zwei Vorlagen. Wie man Grün-Weiß wehtut, weiß der 29-Jährige also ziemlich genau – künftig will er Werder allerdings jubeln lassen! Nach Informationen der DeichStube steht der Wechsel des Angreifers von RB Leipzig an die Weser unmittelbar bevor und soll am Montag, dem letzten Tag der Winter-Transferphase, endgültig perfekt gemacht werden. Die Vereine haben sich dabei bereits grundsätzlich auf ein Leihgeschäft bis zum Saisonende verständigt, eine Kaufoption beinhaltet der Deal nicht. Zu klären sind noch letzte Details.
RB-Leipzig-Stürmer André Silva hatte frühzeitig seine Bereitschaft signalisiert, zu Werder Bremen wechseln zu wollen
Noch am Sonntag machte sich André Silva auf den Weg von Sachsen nach Bremen, um den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren. Am Morgen hatte er bei RB Leipzig noch am Auslaufen nach dem Spiel bei Union Berlin teilgenommen – in Erwartung der Nachricht, dass sich die Clubs über einen Transfer weitestgehend einig werden und er gen Norddeutschland aufbrechen kann. Seine eigene Bereitschaft, zu Werder Bremen wechseln zu wollen, hatte Silva da bereits signalisiert.
In der laufenden Saison ist André Silva bei RB Leipzig hinter Lois Openda, Benjamin Sesko und Yussuf Poulsen in der Stürmer-Hierarchie auf Rang vier zurückgefallen und galt deshalb schon seit längerer Zeit als heißer Wechselkandidat für den Winter. Kurz vor dem Ende der Transferphase witterte Werder Bremen dann seine Chance, nachdem es im Verein schon seit einigen Wochen die Überlegung gab, in den Silva-Poker einzusteigen. Als besonders aussichtsreich war das zunächst nicht bewertet worden, doch dann ging alles ganz schnell – auch, weil sich für den Angreifer andere Optionen (etwa ein Wechsel zu West Ham United nach England) zerschlagen hatten.
Werder Bremen leiht André Silva aus - RB Leipzig beteiligt sich signifikant am üppigen Gehalt des Stürmers
Dass Werder Bremen einen weiteren Stürmer verpflichtet, obwohl in Marvin Ducksch, Marco Grüll, Justin Njinmah, Oliver Burke und dem Ende des Monats zurückerwarteten Keke Topp bereits fünf im Kader stehen, mag auf den ersten Blick überraschen. Zu erklären ist es vor allem mit zwei Gedanken. Erstens, den Bremer Verantwortlichen ist es zu heikel, bis zum Saisonende voll auf das vorhandene Personal zu setzen, zumal Njinmah zuletzt sehr verletzungsanfällig war, und niemand absehen kann, wie lange Topp nach seinem Syndesmosebandriss braucht, um wieder an seine guten Ansätze von vor der Verletzung anzuknüpfen. Ein Mann mit der Erfahrung von André Silva bietet da eine gewisse Garantie. Und zweitens: Werder will endgültig Ernst machen im Kampf um die europäischen Plätze und die große Chance nutzen, die sich dafür in der laufenden Serie bietet.
In insgesamt 129 Bundesligaspielen für Leipzig und Frankfurt hat André Silva 56 Tore erzielt. Dass er liefern kann, hat der Stürmer mehrfach nachgewiesen, auch wenn er seiner Bestform inzwischen seit einiger Zeit hinterherläuft. Findet er sie nun am Osterdeich wieder, würden davon alle Seiten profitieren. Im Sommer, nach Ende des Leihgeschäfts, werden die Karten neu gemischt. Wie groß die Chancen des SV Werder Bremen dann auf eine feste Verpflichtung sind, ist völlig unklar. Bei RB verdient André Silva rund sieben Millionen Euro im Jahr – ein Gehalt, das die Bremer nicht einmal ansatzweise stemmen könnten. Während des angestrebten Leihgeschäfts für die kommenden fünf Monate bis zum 30. Juni beteiligt sich RB Leipzig signifikant am Salär des Spielers, dessen Vertrag in Leipzig noch bis 2026 läuft und dessen Marktwert aktuell fünf Millionen Euro beträgt. (dco)