Offensivschwacher Werder-Gegner

Unerklärliche Mainzer Ladehemmung

In der Mainzer Offensive um die Ex-Bremer Anthony Ujah und Levin Öztunali läuft es in dieser Saison noch nicht.
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In der Mainzer Offensive um die Ex-Bremer Anthony Ujah und Levin Öztunali läuft es in dieser Saison noch nicht.

Bremen - Dass Florian Kohfeldt ein echter Fußball-Fachmann ist, das merkt man jede Woche aufs Neue. Kaum ein anderer Bundesliga-Trainer spricht öffentlich so gern und viel über die taktische Komponente eines Spiels. Doch vor dem Spiel gegen Mainz 05 ist auch der Werder-Coach ein wenig ratlos.

Wie kommen diese Zahlen bloß zustande, und wie soll er damit umgehen? Fünf Tore hat Mainz 05 in dieser Saison erst geschossen, so wenig wie sonst nur Schalke 04. Zwischenzeitlich blieben die Mainzer sogar fünf Spiele am Stück torlos. Wie kommt‘s? „Schwer zu erklären“, findet Kohfeldt.

Nun ist es nicht so, dass der Bremer Trainer eine Schwäche des Gegners erklären müsste. Ganz unwichtig ist die Mainzer Ladehemmung aber gewiss auch nicht für die eigene Spielvorbereitung. Eigentlich, so Kohfeldt, verfüge die Mannschaft von Trainerkollege Sandro Schwarz über eine gute Offensive, zeige sich im Spiel nach vorne auch deutlich verbessert im Vergleich zur Vorsaison. Überhaupt mache Mainz trotz der aktuellen Serie von sieben (!) Spielen ohne Sieg „einen stabilen Eindruck. Von daher würde ich nicht von einem angeschlagenen Gegner reden“, sagt Kohfeldt.

Kohfeldt: Knoten soll nicht gegen Werder platzen

Im Sturm verfügen die Mainzer etwa über den für acht Millionen Euro aus Lyon gekommenen Jean-Philippe Mateta, „der von Körpergröße und Präsenz her für Aktionen im Strafraum steht“, so Kohfeldt. Und dann sind da noch zwei Ex-Bremer: Anthony Ujah hat zwei der fünf Saisontore geschossen, ist aber meistens nur Joker. Außenbahnspieler Levin Öztunali war zwar noch nie besonders für seine Torgefahr bekannt, Kohfeldt schätzt an ihm aber „seinen Antritt und seinen guten Distanzschuss“.

Woran auch immer die Mainzer Offensivschwäche liegt, kann Kohfeldt eigentlich auch egal sein. Hauptsache, seine Mannschaft weiß die Mainzer Angreifer zu verteidigen. „Wir müssen alles dafür tun, dass der Knoten nicht gegen uns platzt“, sagt Kohfeldt. „Wir sind der Meinung, dass wir wissen, was wir tun müssen, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Aber wie das genau aussieht, das verrät auch Taktik-Plauderer Kohfeldt vor einem Spiel natürlich nicht.

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