Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Der letzte Tanz des Magiers: Diego zelebriert einen rauschenden Werder-Abschied mit großartiger Atmosphäre
Diego hat sich mit einem mega-emotionalen Abschiedsspiel vom SV Werder Bremen und der Fußballbühne verabschiedet. So lief der magische Abend im Weserstadion.
Werder Bremen-Legende Diego mit magischem Abschiedsspiel: „Einer der besten Spieler, den die Bundesliga je hatte“
Sogar Niclas Füllkrug hatte es sich nicht nehmen lassen und war überraschend am Osterdeich aufgetaucht. Bis zuletzt hielten sich die Gerüchte, dass der Stürmer sogar noch kurz auf dem Rasen stehen würde, doch der Profi von Premier-League-Club West Ham United hat gerade erst eine Verletzung auskuriert, weshalb sein Arbeitgeber in England von einem kurzen Spaß-Einsatz vielleicht nicht ganz so begeistert gewesen wäre. Das Sondertrikot des Abends hatte der 32-Jährige natürlich trotzdem übergestreift und nicht nur deshalb beim Einlaufen mit die lautesten Reaktionen auf den Tribünen erzeugt.
Die große Bühne gehörte aber natürlich Diego selbst. Der Brasilianer hatte unmittelbar vor dem Anpfiff noch am „Sky“-Mikrofon geschwärmt: „Die Atmosphäre ist großartig, ich habe Schmetterlinge im Bauch. Es ist eine große Ehre für mich, dass das hier heute stattfindet.“ Und der Brasilianer streichelte den Ball von Beginn an über den Bremer Rasen – zwar etwas langsamer als in vergangenen Zeiten, aber immer noch mit einer bemerkenswerten Präzision.
Der Spielverlauf im Schnellwaschgang: Nachdem Naldo für die Allstars früh zum 1:0 getroffen hatte, legte Diego höchstpersönlich den zweiten Treffer nach (15.). Da war die La-Ola-Welle längst erstmals durchs Stadion geschwappt, Ex-Werder-Sportchef Frank Baumann lobte am Spielfeldrand: „Ich habe selten einen Spieler erlebt, der so sehr an sich, seiner Technik und seinem Körper gearbeitet hat. Nicht umsonst war Diego einer der spektakulärsten Spieler, die nicht nur bei Werder Bremen, sondern in der gesamten Bundesliga gespielt haben.“ Kurz darauf war es Diegos Sohn Davi, der auf 3:0 erhöhte (27.), Julio Baptista legte gegen zurückhaltend verteidigende Werder-Allstars das nächste Tor nach (30.). Für die Dramaturgie war es da ganz zuträglich, dass Ailton kurz vor der Pause auf 1:4 aus Bremer Sicht verkürzte (41.).
Werder Bremen-Legende Diego mit emotionalem Abschiedsspiel: „Die Geschichte wollte es so“
Mit Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Diego dann das Team – und schwebte ein letztes Mal im Trikot des SV Werder Bremen mit der legendären Nummer zehn über den Rasen. Und prompt veränderte sich auch der Spielstand. Kevin Schindler (54.) und ein traumhafter Lupfer von Marko Marin (57.) bescherten das 3:4. Nelson Valdez hämmerte den Ball zwar für die internationalen Allstars noch sehenswert zum 5:3 in die Maschen, doch gerade als auf den Rängen zahlreiche Handylichter erstrahlten und der Arena eine ganz besondere Atmosphäre schenkten, verkürzte Diego (78.) – ehe Schindler auch noch das 5:5 gelang (85.). Und der Schlusspunkt gehörte – klar – dem Maestro. Per Elfmeter erzielte Diego das 6:5 (89.) und verließ, das Werder-Wappen küssend und von Sprechchören begleitet, den Platz.
An der Seitenlinie wartete bereits die Familie des Südamerikaners, strahlend genoss er die letzten Momente eines magischen Abends, ehe es auf die Ehrenrunde ging. Diese endete im Mittelkreis, wo Diego zu Boden sank und den Rasen küsste. Längst waren da erste Tränen auf den Rängen geflossen. Der magische Höhepunkt eines Abends, der dem Mann, der Werder und der Stadt Bremen so viele fußballerische Höhepunkte zwischen 2006 und 2009 geschenkt hat, mehr als würdig war. „Ich liebe Werder Bremen“, sagte der 40-Jährige noch sichtlich gerührt. „Dieser Abend war für mich sehr speziell. Die Geschichte wollte es so, dass wir gemeinsam dieses Ende feiern. Viel, vielen Dank.“ (mbü)
„Obrigado Magico“: Die besten Bilder des Abschiedsspiels von Werder-Legende Diego in der Fotostrecke
Werder-Legenden: Christian Vander, Felix Wiedwald – Ömer Toprak, Per Mertesacker, Petri Pasanen, Christian Groß – Diego (2. Halbzeit), Frank Baumann, Aaron Hunt, Marko Marin, Felix Kroos, Jurica Vranjes, Philipp Bargfrede, Daniel Jensen, Tim Borowski, Torsten Frings, Zlatko Junuzovic, Kevin Schindler – Ailton, Ivan Klasnic, Markus Rosenberg – Trainer: Thomas Schaaf
Diego-Allstars: Julio Cesar, Sebastian Mielitz, Kaua Santos – Bruno Alves, Cafu, Naldo, Silvio Pereira, Yan Couto – Diego (1. Halbzeit), Josue, Maximilian Arnold, – Nani, Jefferson Farfan, Julio Baptista, Leonardo Scienza, Cacau, Nelson Valdez, Davi (Diegos Sohn) – Trainer: Dieter Hecking