Werder-Leihgabe
Käuper mit Heimweh und Ehrgeiz in Aue
Aue - Die blaue Trainingsjacke wirkt noch seltsam ungewohnt an ihm, der Sponsor ist dagegen sehr vertraut. „Burdenski Sport Event“ steht drauf, der Bremer Unternehmer und Ex-Werder-Keeper ist mit seiner Firma einer der Top-Sponsoren bei Erzgebirge Aue, dem neuen Club von Ole Käuper.
Das Werder-Talent hat sich für eineinhalb Jahre an den Zweitligisten ausleihen lassen, um dort Spielpraxis und Erfahrungen zu sammeln. Denn sein Ziel hat Käuper, der Bremer Jung‘, fest im Blick. „Die erste Liga bleibt mein großer Traum. Dafür möchte ich mich in Aue empfehlen“, sagt der Mittelfeldspieler der „Bild“-Zeitung.
Vor 13 Monaten hatte Käuper sein Bundesliga-Debüt gegeben – 74 Minuten für den SV Werder gegen Bayer Leverkusen (0:1). Es schien der Startschuss für die Erstliga-Karriere gewesen zu sein. Doch es folgte nur noch ein weiterer Profi-Einsatz im DFB-Pokal, ansonsten flogen die Verletzungen wie Knüppel zwischen seine Beine. Nun muss Käuper in Aue reifen. Und genau das hat er vor. „Ich bin hierhergekommen, um zu spielen. Am liebsten von Anfang an. Ich denke, dass ich Verantwortung übernehmen kann.“
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Bei Werder hatte er genau das schon getan – als Kapitän der U23. Schon damals hat er mit Florian Kohfeldt zusammengearbeitet, seither hält der Bremer Coach große Stücke auf Käuper. Kohfeldt geht fest davon aus, dass der zentrale Mittelfeldmann wieder nach Bremen zurückkehren wird. Entweder nach Ablauf der Leihe im Sommer 2020 oder in jeder anderen Transferphase vorher. Denn Werder hat sich ein Rückholrecht in den Vertrag schreiben lassen. „Wir sind jederzeit Herr der Lage“, meint Kohfeldt. Käuper freut dieses Vertrauen des Trainers. Florian Kohfeldt sei sein „großer Förderer. Er hat auch die Leihe befürwortet, weil ich Spielpraxis brauche. Das wäre in Bremen bei so starken Mittelfeld-Konkurrenten wie Eggestein, Klaassen, Bargfrede oder Sahin schwer für mich geworden.“
Bei aller Einsicht in die Notwendigkeit: Aus Bremen fortzugehen ist dem 22-Jährigen nicht leichtgefallen: „Ich bin Bremer und bei Werder groß geworden. Das erste Mal die Heimat zu verlassen, ist schon eine Umstellung.“ Vielleicht hilft es ja, dass der Aue-Ausrüster Burdenski heißt und noch ein Stück Zuhause bedeutet.
Ole Käuper: Seine Karriere in Bildern



