Eine halbe Million Euro
„Peinlich“: Werder leiht der Stadt Bremen viel Geld für Munitionsräumung in der Pauliner Marsch
In der Pauliner Marsch kam es zu einer Munitionsräumung, die unerwartet hohe Kosten verursachte - jetzt musste der SV Werder der Stadt Bremen finanziell helfen!
Bremen – Bereits seit Anfang April rollen die Bagger in der Pauliner Marsch. Einerseits wird das Leistungszentrum des SV Werder Bremen saniert, andererseits werden die hinter der Bezirkssportanlage liegenden Fußballfelder neu angeordnet, aktuellen Standards angepasst und zukunftsfähig gestaltet. Damit nun mit den Bauarbeiten im Bereich der Plätze 13 bis 18 begonnen werden konnte, musste zunächst eine umfangreiche und obligatorische Sondierung sowie Beseitigung von Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt werden. Mit finanziellen Folgen für den SVW. Wie der „Weser-Kurier“ berichtet, musste der Bundesligist der Stadt Bremen jetzt die für die Munitionsräumung erforderlichen Kosten in Höhe von 591.000 Euro vorschießen, weil diese „nicht auf diese Ausgabe vorbereitet war“.
CDU-Sportpolitiker Marco Lübke: Dass sich die Stadt Bremen bei Werder Geld leihen muss, ist „peinlich“
Das Bremer Sportressort verfügt aktuell also nicht über das nötige Geld, um die anteiligen Kosten der Kommune zu stemmen. Das geht auch aus einer Vorlage der Stadtverwaltung hervor, in der es heißt: „Im Haushaltsjahr 2025 stehen keine Mittel des Senators für Inneres und Sport für diese ungeplante Maßnahme zur Verfügung.“ Die Lokalisierung und Beseitigung der sichergestellten Munitions- sowie Waffenteile, Zünder und Teile von Brandbomben habe sich deutlich aufwendiger gestaltet als ursprünglich angenommen und sei demzufolge auch teurer geworden.
Da die Plätze 13 bis 18 aber zur Hälfte von Werder Bremen gepachtet sind und zum anderen Teil der Stadt gehören, steht das Sportressort in der Pflicht, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Aus diesem Grund habe man sich nun mit Werder darauf verständigt, dass der Verein der Stadt ihren Anteil vorstreckt. Die rund 295.000 Euro sollen dann in den nächsten drei Jahren in Raten zurückgezahlt werden. Übrigens sehr zum Unmut von CDU-Sportpolitiker Marco Lübke, der zwar betont, dass Werder zu danken sei, doch für die Stadt Bremen sei es schlicht „peinlich“, sich beim Verein Geld leihen zu müssen. (mwi)
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