Von Stammspieler bis Bankwärmer
Thy, Zander und Co. - so machen sich Werders Leihgaben
Bremen - Sieben Profis des SV Werder Bremen spielen derzeit als Leihgaben für andere Vereine – mit unterschiedlichem Erfolg. Ein Überblick.
Lennart Thy
Im Sommer wechselte der Stürmer zum niederländischen Erstligisten VVV Venlo und gehört dort zum Stammpersonal. Für den 26-Jährigen (sieben Tore, sechs Assists) ging es nur dreimal nicht über die volle Distanz. Am Wochenende verpasste er sein erstes Spiel, weil er Stammzellen spendete. Sechs Partien vor Saisonende ist Aufsteiger Venlo als Tabellenzwölfter (33 Punkte) so gut wie gerettet. Bis zu den Relegationsplätzen 16 und 17 sind es zwölf und 13 Punkte Vorsprung. Nach der Spielzeit endet Thys Leihe, eine Kaufoption hat Venlo nicht. Bei Werder steht Thy noch bis 2019 unter Vertag.
Thanos Petsos
Der Mittelfeldmann spielt seit September wieder bei seinem Ex-Club Rapid Wien. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er in dieser Saison bisher 16 Pflichtspiele bestritten. In den vergangenen sechs Partien stand der 26-Jährige in der Startelf. Rapid (43 Punkte) belegt neun Spieltage vor Saisonende Platz drei, hat aber schon 19 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter RB Salzburg. Petsos steht noch bis 2019 bei Werder unter Vertrag, Rapid verfügt jedoch über eine Kaufoption.
Ulisses Garcia
Der Linksverteidiger wechselte im Winter zum 1. FC Nürnberg, doch auch beim Zweitligisten ist er bloß Bankdrücker und stand nur in zwei von neun Spielen auf dem Platz. Dreimal war der 22-Jährige gar nicht erst im Aufgebot der Nürnberger. Für Garcia läuft es sportlich also gar nicht gut, für den Club aber umso mehr. Nürnberg ist mit 46 Punkten Tabellenzweiter und hat sehr gute Aufstiegschancen. Der Vorsprung auf Rang drei (Holstein Kiel) beträgt jedoch nur zwei Punkte. Auch der Vierte, Jahn Regensburg, hat nur sechs Punkte weniger als der FCN. Garcias Leihe endet im Sommer.
Sambou Yatabare
Sambou Yatabare verkündete bei seinem Leih-Wechsel zum Royal Antwerpen FC im Sommer, dass er möglichst lange beim belgischen Aufsteiger bleiben möchte. Und sein Wunsch geht in Erfüllung. Die Kaufoption, die an eine bestimmte Anzahl von Einsätzen des 29-jährigen Mittelfeldspielers gekoppelt ist, greift. Yatabare hat bisher 20 Ligaspiele bestritten und ein Tor erzielt. Antwerpen belegt den achten Platz.
Fallou Diagne
Es ist wahrscheinlich, dass auch der Verteidiger nicht zurück zu Werder kommt. Seit Januar 2017 ist Fallou Diagne an den FC Metz ausgeliehen, und da Werder in der Abwehrmitte gut besetzt ist, wird der Senegalese wohl verkauft werden. Ob an Metz, ist unklar. Das Team ist Letzter in der Ligue 1 - bei acht restlichen Spielen und neun Punkten Rückstand bis zum rettenden Ufer. Es riecht stark nach Abstieg.
Luca Zander
Rechtsverteidiger Luca Zander ging im Sommer zum FC St. Pauli. Am sechsten Spieltag gab er sein Startelf-Debüt für den Zweitligisten und stand in 16 aufeinanderfolgenden Partien über die volle Distanz auf dem Platz. In den vergangenen Wochen musste Zander aber angeschlagen passen. Zander und Co. kämpfen aktuell um den Klassenerhalt. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz beträgt zwar acht Punkte, bis zum Relegationsplatz sind es aber nur drei Zähler. Es könnte also nochmal richtig eng werden an den restlichen sieben Spieltagen. Bis 2019 ist der 22-Jährige noch an St. Pauli ausgeliehen. Sein Vertrag bei Werder läuft bis 2020.
Leon Guwara
Das hatte sich Leon Guwara vor seiner Leihe zum 1. FC Kaiserslautern sicher anders vorgestellt: Der Club ist derzeit mit 25 Punkten Letzter in der Zweiten Liga. Guwara erhält zwar viel Einsatzzeit und zeigt gute Leistungen als Linksverteidiger, droht aber der Abstieg mit dem 1. FCK. Die „Roten Teufel“ haben schon acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Im Endspurt der Saison gilt also: verlieren verboten. Es müssen Siege her, um den Abstieg doch noch zu vermeiden. Guwara selbst wird von einem möglichen Abgang in die Dritte Liga aber nicht direkt betroffen sein. Die Leihe endet im Sommer, dann kehrt er zu Werder zurück. Dort läuft sein Vertrag noch bis 2019.






