Werder-Talent blüht auf
Leon Opitz wieder obenauf: Werders Talent glänzt in der Regionalliga – und soll dort vorerst bleiben
Leon Opitz trumpft in den letzten Wochen bei Werder Bremens U23 so richtig auf. Sieht man ihn nun bald wieder bei den Profis? Leiter Profifußball Peter Niemeyer über den Plan mit dem Talent.
Bremen – Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen. Neun Spiele hat Leon Opitz in der laufenden Saison für Werder Bremens U23 in der Regionalliga Nord absolviert und dabei sieben Tore geschossen sowie zwei vorbereitet. Anders ausgedrückt: In der Mannschaft von Trainer Christian Brand, die aktuell Tabellenvierter ist, zählt der 19-Jährige zu den absoluten Fixpunkten. Und nochmal anders ausgedrückt: Der Plan, den Werder vor einigen Wochen mit Opitz fasste, funktioniert bisher hervorragend. „Ich nehme Leon total positiv wahr. Das, was wir uns im Sommer erhofft haben, ist bis jetzt voll aufgegangen“, sagt Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube. Damals ging es um die Frage, wie man eines der größten Talente des Vereins fußballerisch wieder in die Spur bringen kann.
Kurzer Rückblick: Nachdem Leon Opitz in der vergangenen Saison sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte, zog er sich im November 2023 eine Sprunggelenksverletzung zu, die ihn wochenlang ausbremste. Insgesamt brachte es der Offensivspieler für Werder Bremens Profis auf drei Kurzeinsätze und stand 14 Mal im Kader. Die Leichtigkeit vom Saisonbeginn fand er nach der Verletzung allerdings nicht so recht wieder. Zwischen den Saisons hatte es deshalb zunächst danach ausgesehen, als sollte Werder Opitz an einen anderen Club verleihen – eine Idee, die dem Spieler zugesagt haben soll. Es kam dann aber anders. Einerseits, weil sich kein passender Verein finden ließ und andererseits, weil Werder sein Talent ohnehin lieber in Bremen behalten wollte, um dessen Entwicklung eng begleiten zu können.
Leon Opitz trumpft bei Werder Bremens U23 auf - Peter Niemeyer: „Genau die richtige Entscheidung“
„Es ging darum, dass Leon wieder zu Stabilität und Ruhe findet“, erklärt Niemeyer – und betont: „Für einen jungen Spieler ist es nicht leicht, wenn er zwischen zwei Mannschaften pendelt. Das sollte man nicht unterschätzen.“ Deshalb die Entscheidung: In der Saison 2024/25 gehört Opitz fest dem Kader von Werder Bremens U23 an (am Freitag im DeichStube-Liveticker gegen SV Drochtersen/Assel), zumindest bis auf Weiteres. „Manchmal hilft ein Schritt zur Seite, um danach wieder zwei nach vorne machen zu können“, sagt Niemeyer, dem natürlich nicht entgangen ist, wie sehr Leon Opitz in der Regionalliga gerade auftrumpft. „In der U23 findet er gerade zu seiner Stärke zurück, deswegen war es für seine Entwicklung genau die richtige Entscheidung.“
Gedanken daran, das wiedererstarkte Talent demnächst zurück zu den Profis zu beordern, gibt es bei Werder Bremen derzeit nicht. „Es ist vereinbart, dass er bis mindestens zum Winter in der Mannschaft bleibt. Dann sehen wir weiter“, erklärt Niemeyer. Dem in diesen Tagen übrigens nicht nur fußballerisch ein ganz anderer Leon Opitz begegnet: „Dass er wieder mehr Selbstvertrauen hat, ist ihm anzumerken. Er tritt jetzt deutlich gelöster auf.“ (dco)