Bei Werders 0:4-Pleite gegen FC Bayern

Disput mit Trainer Ole Werner: Werder-Spieler Leonardo Bittencourt versteht bei Auswechslung die Welt nicht mehr

Leonardo Bittencourt war mit seiner Auswechslung im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München (0:4) überhaupt nicht einverstanden und teilte das Trainer Ole Werner lautstark mit.
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Leonardo Bittencourt war mit seiner Auswechslung im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München (0:4) überhaupt nicht einverstanden und teilte das Trainer Ole Werner lautstark mit.

Als Werder Bremens Trainer Ole Werner Leonardo Bittencourt gegen den FC Bayern München nach 68 Minuten auswechselte, kochte dieser vor Wut. Jetzt hat sich der Bremer Chefcoach zu dem kleinen Disput an der Seitenlinie geäußert.

Bremen – Leonardo Bittencourt hatte beide Arme vor sich ausgestreckt, die Handflächen dabei nach oben geöffnet, und auch sein Blick verriet, dass er in diesem Moment die Welt nicht mehr verstand. Ausgewechselt? Ich? Genau das schien der Profi des SV Werder Bremen in der 68. Minute mit seiner Körpersprache in Richtung Trainer Ole Werner zu fragen, ehe es während des Heimspiels gegen den FC Bayern München (0:4) zum kurzen Zwiegespräch der beiden Männer an der Seitenlinie kam. Danach verschwand Bittencourt auf der Ersatzbank, Romano Schmid kam für ihn ins Spiel.

„Leo hätte gerne weitergespielt, was ja ein gutes Zeichen ist. Und trotzdem haben wir uns anders entschieden. Das muss man dann auch akzeptieren“, sagte Ole Werner nach der Partie über den Disput mit seinem Spieler, der von den TV-Kameras eingefangen worden war. Als Bittencourt den Platz verlies, lag Werder mit 0:1 hinten, danach gab es noch drei weitere Gegentreffer, was aber weniger am Fehlen des 29-Jährigen, denn vielmehr am Kräfteverschleiß der gesamten Mannschaft lag.

Bei Werder Bremens Pleite gegen den FC Bayern: Leonardo Bittencourt nach Auswechslung wütend

Leonardo Bittencourt hatte während seines Einsatzes zwar energisch Zweikämpfe geführt und versucht, seine Kollegen mitzureißen. Viel gelungen war ihm dabei fußballerisch aber nicht. In Erinnerung blieb am Ende vor allem eine vergebene Chance kurz nach der Pause zum möglichen 1:1 (47.). So betrachtet gab es für Trainer Werner gute Argument, mit Schmid noch einmal frischen Wind in die Partie zu bringen, auch wenn dieser Plan letztlich nicht aufging. Während des blamablen Ausscheidens im DFB-Pokal bei Drittligist Viktoria Köln war der Österreicher einer der besten Spieler des SV Werder Bremen gewesen.

Wer nun im kommenden Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) auf der Achterposition an der Seite des gesetzten Jens Stage beginnen darf? Vollkommen offen. Nachtragend war Werner nach Bittencourts Protest an der Seitenlinie jedenfalls nicht. „Auch ich habe Fußball gespielt. Das ist jetzt nichts, was mir schlaflose Nächte bereitet“, sagte der 35-Jährige, der darüber hinaus natürlich auch den Charakter und das Temperament eines Leonardo Bittencourt kennt (und auf dem Platz ausdrücklich zu schätzen weiß). „Es war nichts, was ich von Leo nicht schon kannte. Damit kann ich umgehen“, sagte Ole Werner, stellte aber noch einmal unmissverständlich klar, dass nur sein Wort zählt: „Am Ende des Tages muss jeder die Entscheidung respektieren. Und das tut Leo auch.“ (dco/kni/mbü)

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