Werder-Neuzugang mit gelungenem Debüt

Senne Lynens Werder-Debüt: Laufstarker Balldieb mit „Luft nach oben“

Werder Bremens Senne Lynen hat sich in Zweikämpfen mit den Topstars des FC Bayern mehrfach gut behauptet.
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Werder Bremens Senne Lynen hat sich in Zweikämpfen mit den Topstars des FC Bayern mehrfach gut behauptet.

Er war ein Lichtblick bei Werder Bremens Auftaktniederlage gegen den FC Bayern München: Senne Lynen. Beim 0:4 überzeugte der Neuzugang als Balleroberer. Im Anschluss der Partie haben sich Trainer Ole Werner, Kapitän Marco Friedl und Lynen selbst zum Debüt geäußert.

Bremen - Exakt 68 Minuten lang hat er am Freitagabend gedauert, der erste Auftritt von Senne Lynen im Trikot des SV Werder Bremen. Dann war Feierabend für den Neuzugang aus Belgien, der von Christian Groß ersetzt wurde - und in der Folge von der Bank aus mit ansehen musste, wie aus einem 0:1-Rückstand gegen den FC Bayern München im Bundesliga-Eröffnungsspiel noch eine satte 0:4-Niederlage für seine Mannschaft wurde. So betrachtet war es auch für Senne Lynen ein äußerst bitterer Abend im Wohninvest Weserstadion, weshalb sein grundsätzlich gutes Debüt für Werder aber nicht unter den Tisch fallen sollte.

Während des blamablen Ausscheidens im DFB-Pokalspiel bei Drittligist Viktoria Köln hatte Senne Lynen in der Vorwoche noch 90 Minuten lang auf der Bank gesessen. Gegen die Bayern stand er nun etwas überraschend in der Startelf. Zwar soll der 24-Jährige grundsätzlich zu einer prägenden Figur im Bremer Spiel werden, allerdings steht er erst seit wenigen Tagen bei Werder Bremen unter Vertrag, kann seine bisherigen Trainingseinheiten mit der neuen Mannschaft noch mit den Händen abzählen. Kein Wunder also, dass gegen die Bayern hier und da zu sehen war, dass es Lynen noch an der nötigen Abstimmung mit den Kollegen mangelt, was auch Kapitän Marco Friedl nach dem Spiel festhielt: „Er braucht vielleicht noch ein, zwei Wochen, bis er alle Abläufe kennt.“ Der Österreicher betonte aber auch: „Senne hat wirklich gut gegen den Ball gearbeitet, hat stark seine Zweikämpfe geführt und auch gewonnen. Er hilft uns mit Sicherheit weiter.“

Ole Werner über Werder Bremen-Neuzugang Senne Lynen: „Er hat sich reingebissen“

Diesen Eindruck hatte man während des Spiels tatsächlich in Phasen gewinnen können. Senne Lynen überzeugte am Ende nicht nur mit einer Passquote von 100 Prozent, wie die Statistiker von opta ermittelt haben, sondern gefiel auch in der Rolle des Balldiebs. „Er hat den einen oder anderen Ball geklaut und sich voll reingehauen“, lobte Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz, der jedoch auch einen Kritikpunkt hatte: „Vor der Pause hatten die Bayern oft Überzahl im Mittelfeld. Da hätte er früher mit vorrücken müssen.“ In der Pause sei das angesprochen worden, von Cheftrainer Ole Werner, der Lynens Debüt hinterher „solide“ nannte. „Er hat sich reingebissen“, hielt der Coach fest und betonte: „Senne hat immer wieder versucht, Löcher zuzulaufen.“ 

Genau mit dieser Spielweise hatte der Sechser schon in Belgien bei Union Saint-Gilloise auf sich aufmerksam gemacht und das Bremer Interesse geweckt. Sein Debüt lässt nun darauf hoffen, dass er auf Sicht auch für Werder Bremens Spiel eine Bereicherung darstellen kann. Senne Lynen selbst hat es sich jedenfalls fest vorgenommen. „Ich habe mein erstes Spiel in diesem unglaublichen Stadion genossen“, sagte er gegenüber dem Club-TV – und hielt fest: „Natürlich hätte ich mir ein anderes Resultat gewünscht, aber das hebe ich mir jetzt für die nächsten Spiele auf.“ (dco/kni/mbü)

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