Werder muss in Bielefeld ran
Kein Heimspiel, aber großes Losglück! Werder Bremen vor Pflichtaufgabe im Pokal-Viertelfinale: „Müssen gewinnen“
Der SV Werder Bremen muss im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld ran. So reagieren Trainer Ole Werner und Co. auf das Pokal-Los.
Bremen – Beim SV Werder Bremen hatte man auf ein weiteres Heimspiel gehofft, und fast wäre dieser Wunsch für das DFB-Pokal-Viertelfinale auch in Erfüllung gegangen. Die eigene Loskugel war bei der Auslosung am Sonntagnachmittag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund bereits als erste für eine Paarung gezogen und entsprechend abgelegt worden, doch dann musste sie noch einmal Platz machen: Denn der zugeloste Gegner in der Runde der letzten acht Teams heißt Arminia Bielefeld, der letzte verbliebene Drittligist, und der hat als unterklassiger Club automatisch Heimrecht.
Mit einem weiteren Heimspiel wie im Achtelfinale gegen den SV Darmstadt 98 (1:0) wurde es also nichts, mit der Auslosung sind die Grün-Weißen allerdings sehr einverstanden, schließlich hatten sie dieses Mal das große Losglück auf ihrer Seite. „Wir freuen uns auf die Aufgabe, bei der wir unserer Favoritenrolle gerecht werden wollen – auch in dem Wissen, dass es dort schon den einen oder anderen höherklassigen Gegner getroffen hat“, sagt Trainer Ole Werner auf der Internetseite des SV Werder Bremen. „Wir fahren nach Bielefeld, um ins Halbfinale einzuziehen.“ Gespielt werden die Viertelfinals am 4. und 5. sowie 25. und 26. Februar 2025, die zeitgenauen Ansetzungen der einzelnen Partien steht noch aus.
Werder Bremen im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Arminia Bielefeld gefordert - so reagiert der SVW auf das Pokal-Los
Gegen einen Drittligisten wird das Erreichen des Halbfinals nun zur Pflichtaufgabe. „Bielefeld ist von den möglichen Varianten sicherlich eine der besseren“, meint Torwart Michael Zetterer, aber betont: „Sie sind aber nicht umsonst so weit gekommen und haben schon Freiburg zu Hause geschlagen.“ Mit einem 3:1 hatte die Arminia den SCF zuletzt aus dem Wettbewerb geworfen. Auch Kapitän Marco Friedl betont daher die eigene Favoritenrolle, allerdings nicht ohne den nötigen Respekt vor dem Gegner: „Wir wissen um die Gefährlichkeit der Aufgabe, auf der Alm ist es immer schwierig zu spielen. Weil wir gegen einen Drittligisten spielen, müssen wir aber gewinnen. Wir wollen dort hundert Prozent geben, um dann im Halbfinale zu stehen.“
Das Duell mit Arminia Bielefeld wird für einen Profi des SV Werder Bremen dabei zur Reise in die Vergangenheit: Amos Pieper. „Für mich persönlich als Ex-Bielefelder ist es ein besonderes Spiel, ich freue mich dorthin zu fahren“, sagt der Innenverteidiger, der im Sommer 2022 aus Ostwestfalen an den Osterdeich gewechselt war. „Die Atmosphäre ist immer gut. Es ist ein spannendes Los, bei dem wir vor der Aufgabe gewarnt sind. Wir fahren mit Respekt und dem Ziel dorthin, eine Runde weiterzukommen.“ Für Werder Bremen geht es – bei allen Titelträumen – auch um viel Geld, das nun in noch etwas greifbarere Nähe gerückt ist: Für den Einzug in die Vorschlussrunde sieht der Deutsche Fußball-Bund eine Prämie von rund 3,35 Millionen Euro vor. (han)