Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Mailand - Die Kollegen haben ihre Zimmer bezogen, bereiten sich zehn Tage lang in Zell am Ziller auf die neue Saison des SV Werder vor. Luca Caldirola wäre in Österreich gerne dabei - so wie in der Vergangenheit. Doch der Italiener darf nicht, weil er in den Planungen des Clubs keine Rolle mehr spielt.
Keine einfache Situation für den 27-Jährigen, umso härter trainiert er für eine bessere sportliche Zukunft. „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, erklärt Caldirola auf Nachfrage der DeichStube: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag und erwartet, zumindest mit der Mannschaft trainieren zu dürfen. Aber das ist die Entscheidung des Vereins – und die muss ich akzeptieren.“
Caldirola in Mailand bei seiner Familie
Er habe vom Club drei Möglichkeiten bekommen: Training mit der U23, individuelle Einheiten in Bremen oder woanders – dann allerdings in eigener Regie. „Ich habe mich entschieden, nach Italien zu fliegen und dort mit einem Fitnesstrainer zu arbeiten. Da bin ich bei meiner Familie“, berichtet der Abwehrspieler.
Die Unterstützung der Verwandten und Freunde kann in dieser sportlich schwierigen Phase sicher nicht schaden. Aber Caldirola gibt in der Nähe von Mailand auch ordentlich Gas. Zwei Mal am Tag geht es auf den Platz und in den Kraftraum. Manchmal gewährt er seinen Fans in kurzen Videos in den sozialen Netzwerken einen Einblick in seinen schweißtreibenden Alltag.
Caldirola will bereit sein, wenn ein Club Interesse zeigt. „Ich hoffe, nächste Woche passiert etwas“, sagt er. Mehr möchte der Innenverteidiger nicht verraten. Die Lage ist etwas kompliziert, weil der Abwehrspieler in der vergangenen Saison kaum gespielt hat. Da stehen die Interessenten nicht gerade Schlange.
Andererseits kann Caldirola auf die Erfahrung von 80 Bundesligaspielen für Werder und Darmstadt 98 verweisen. Er war Kapitän der italienischen U21-Nationalmannschaft. Da sollte sich eigentlich eine Lösung finden lassen. Die aktuelle Situation machten keinen glücklich – weder den Verein noch den Spieler, der immerhin vertraglich und damit auch finanziell abgesichert ist, aber eben nicht spielen darf.