Bei Werder-Pleite in Gladbach

Ein Eigentor!? Kapitän Friedl kann’s kaum glauben – und schließt zu Werder-Legende Baumann auf

Ratlos: Marco Friedl ärgert sich nach seinem Eigentor bei der Pleite des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach.
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Ratlos: Marco Friedl ärgert sich nach seinem Eigentor bei der Pleite des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach.

Marco Friedl erzielte bei der 1:4-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach wieder mal ein Eigentor für den SV Werder Bremen. Wie der Kapitän reagiert und wo er nun im Bundesliga-Ranking steht.

Mönchengladbach/Bremen – Marco Friedl war kurz nach dem Schlusspfiff verwundert, um nicht zu sagen: entsetzt! „Mir!? Das ist krass! Das ist extrem heftig!“, sagte der Kapitän des SV Werder Bremen im Anschluss an die 1:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach, nachdem er in den Katakomben erfahren hatte, dass das zwischenzeitliche 0:2 offiziell ihm angerechnet worden war – als Eigentor.

Marco Friedl wundert sich über Eigentor für Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach

Nach einer Flanke von Franck Honorat hatte der Bremer Kapitän den Ball im Zweikampf mit Tim Kleindienst durch die Beine bekommen und ihm dabei die entscheidende Richtungsänderung gegeben, sodass Torhüter Michael Zetterer auf der Linie chancenlos war. All das geschah binnen weniger Sekunden, da kann der Eindruck als direkt Beteiligter schon mal täuschen. Auch im Borussia-Park war Kleindienst zunächst als Torschütze gefeiert worden. „Aber wenn es ein Eigentor war, dann ist es halt so“, hielt Marco Friedl entnervt fest – wohlwissend, dass er im Trikot des SV Werder Bremen nicht das erste Mal unfreiwillig zum großen Pechvogel geworden war.

Nachdem der Österreicher in der Saison 2022/23 zwei Mal ins eigene Netz getroffen hatte (beim 1:7 in Köln sowie beim 0:2 in Frankfurt), sammelte er in Mönchengladbach bereits Eigentor Nummer drei an, was ihn im Bundesliga-Ranking zu einem gewissen Frank Baumann aufschließen ließ. Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen (und spätere Sportchef) bugsierte den Ball im Laufe seiner Karriere ebenfalls drei Mal über die eigene Torlinie. Gemeinsam mit Marco Friedl steht er auf dem geteilten vierten Rang.

Mit Beteiligung des SV Werder Bremen: Marco Friedl klettert im Eigentor-Ranking der Bundesliga

Platz eins teilen sich nach wie vor die Ex-Profis Manfred Kaltz (Hamburger SV) und Nikolce Noveski (1. FSV Mainz 05) mit je sechs Eigentoren. Direkt dahinter folgen mehrere Akteure, denen das Missgeschick fünf Mal unterlief, darunter auch die verstorbene Werder-Legende Per Röntved. Und auch auf dem geteilten dritten Rang sind Bremer vertreten – nämlich die ehemaligen Abwehrspieler Karlheinz Geils und Per Mertesacker sowie Innenverteidiger Niklas Stark aus dem aktuellen Aufgebot des SV Werder Bremen mit je vier Eigentoren in der Bundesliga. (dco)

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