Wieder nicht bei der Nati

„Schon damit gerechnet, wieder dabei zu sein“: Werder-Profi Marco Friedl sehnt ÖFB-Rückkehr herbei - doch Ralf Rangnick lässt die Tür zu 

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl ist nicht zufrieden mit seiner erneuten Nicht-Berücksichtigung in der österreichischen Nationalelf.
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Werder Bremens Kapitän Marco Friedl ist nicht zufrieden mit seiner erneuten Nicht-Berücksichtigung in der österreichischen Nationalelf.

Ende September 2022 wurde Marco Friedl letztmals für die österreichische Nationalmannschaft nominiert. Entsprechend enttäuscht reagierte der Kapitän des SV Werder Bremen auf die erneute Nicht-Berücksichtigung beim ÖFB.

Bremen – Normalerweise fühlt sich Marco Friedl sehr wohl in Bremen, aber in diesen Tagen wäre der Kapitän des SV Werder Bremen trotzdem lieber ganz woanders. Bei der Nationalmannschaft Österreichs nämlich. Doch während viele seiner Vereinskollegen im Länderspieleinsatz sind, wartet Friedl weiterhin sehnsüchtig auf die nächste Nominierung von Bundestrainer Ralf Rangnick. Vor fast genau einem Jahr, Ende September 2022, gehörte der Werder-Profi letztmals zum Kader seines Heimatlandes. Seither herrscht Ebbe. Und das frustet den Verteidiger.

„Das sind andere, die man fragen muss“, meinte Marco Friedl leicht angesäuert im Nachgang des Werder-Testspiels in Willingen gegen Borussia Mönchengladbach (1:0). „Fakt ist, dass ich schon damit gerechnet habe, dass ich wieder mit dabei bin. Das ist jetzt nicht so gekommen, deshalb muss man den Trainer fragen, warum nicht.“ Friedls eigentliche Zuversicht resultierte auch aus einem kürzlichen Austausch, den er mit dem früheren Bundesliga-Coach Rangnick gehabt hat. „Ich habe mit ihm telefoniert, hatte meines Erachtens ein gutes Gespräch. Ich habe ihm geschildert, wie ich meine Situation sehe und dass ich mir wünsche, wenn ich das nächste Mal nicht dabei bin, dass er mich anruft und einfach mit mir kommuniziert.“

Werder Bremen-Kapitän Marco Friedl enttäuscht über erneute Nicht-Nominierung für Österreich

Doch genau das ist nicht passiert, die Begründung für die erneute Nichtberücksichtigung fehlt. „Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein“, sagte Marco Friedl, der seinen Traum von der Rückkehr ins Nationalteam aber keinesfalls aufgeben will. „Ich werde weiter Gas geben und versuchen, mich mit Leistungen wie gegen Mainz in den Vordergrund zu spielen. Ich habe immer gesagt: Mein Ziel ist es, bei der EM im nächsten Jahr dabei zu sein. Das ist noch ein bisschen hin.“

Doch nicht nur Marco Friedl schaut gerade wehmütig auf das ÖFB-Team, das am Donnerstag bei einem Test gegen Moldawien nicht über ein 1:1 hinauskam und am Dienstag noch in der EM-Qualifikation auf Schweden trifft (20.45 Uhr). Auch Romano Schmid wurde nicht nominiert, obwohl der 23-Jährige zuletzt regelmäßig dabei war und obendrein bei Werder Bremen mit guten Leistungen aufgewartet hat. Beide Bremer stehen lediglich auf der Liste jener Akteure, die sich auf Abruf bereithalten sollen. „Ich habe natürlich mit Romano darüber gesprochen, wir haben uns den Kader angeschaut. Natürlich wäre auch er gerne mit dabei gewesen, ist doch logisch“, wusste Friedl zu berichten, der sich nun voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren will. „Das Wichtigste ist der Verein. Und wenn es da wieder besser läuft und ich gute Spiele mache, dann werde ich vielleicht auch wieder dabei sein. Aber klar, ich bin jedes Mal enttäuscht, wenn nicht.“ (mbü)
 

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