Werder-Kapitän erlebt rabenschwarzen Tag
Gelb-Sperre und frühe Auswechslung: Kapitän Friedl erlebt gebrauchten Tag in Leipzig und fehlt Werder gegen Heidenheim
Kapitän Marco Friedl hat bei der 2:4-Niederlage des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig keine gute Leistung gezeigt - und obendrein auch noch seine fünfte Gelbe Karte gesehen!
Leipzig – Nein, es war definitiv nicht der Tag des Marco Friedl. Und das war bereits früh zu erahnen. Es lief die zwölfte Spielminute während des Auswärtsspiels des SV Werder Bremen bei RB Leipzig, als sich der Österreicher im Duell mit Benjamin Sesko an der Mittellinie ein verhängnisvolles Foulspiel leistete, wofür er von Schiedsrichter Tobias Reichel zurecht die Gelbe Karte sah. Eine Verwarnung mit Folgen für den Kapitän, denn es war bereits seine fünfte in der laufenden Saison. Somit wird der 26-Jährige im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Mittwoch (20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) fehlen.
Werder Bremens Ole Werner über die fünfte Gelbe Karte von Marco Friedl: „Das ist bitter, weil er unser Kapitän ist“
„Das ist bitter, weil er unser Kapitän ist, aber es ist auch normal. Gerade als Innenverteidiger kann es im Verlauf der Saison passieren, dass man mal fehlt. Damit müssen wir umgehen“, sagte Trainer Ole Werner im Anschluss an die 2:4-Niederlage des SV Werder Bremen zum Jahresauftakt bei RB Leipzig und fügte an: „Wir haben Jungs, die das auch gut spielen können, wenngleich Marco natürlich ein sehr wichtiger Spieler ist.“
Durch die frühe Verwarnung geriet die Partie für Marco Friedl zum echten Vabanquespiel. Immer wieder wurde er unfreiwillig in direkte Duelle mit Sesko und Co. verwickelt, und gab dabei ein ums andere Mal keine gute Figur ab, weil er nur noch mit angezogener Handbremse agieren konnte. So gewann der Abwehrchef des SV Werder Bremen nur 46 Prozent seiner zwölf direkten Duelle. Auch bei den Bremer Gegentreffern vor der Pause sah er alles andere als gut aus. Beim 0:1 durch Xavi Simons ließ er den Niederländer nach einem Einwurf zu einfach entwischen, und beim 1:2 rückte er zu zaghaft gegen Torschütze Xavi heraus, weil er keinen Platzverweis riskieren wollte.
„Die Gelbe Karte heute kam sehr früh, dadurch konnte er nicht die Intensität am Mann in die Zweikämpfe bringen“, hatte auch Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen, beobachtet: „Deswegen konnte Sesko sehr viel machen, weil Marco vorsichtig sein musste.“ Die Folge: In der Halbzeit war der Arbeitstag des österreichischen Nationalspielers vorzeitig beendet. Den gelb-rot-gefährdeten Abwehrmann ersetzte gegen RB Leipzig Milos Veljkovic. „Uns war klar, dass wir wegen des Rückstands in Situationen kommen werden, in denen Dynamik drin ist, und dann brauchst vielleicht nochmal die Möglichkeit, ein taktisches Foul zu ziehen als Innenverteidiger“, erklärte Ole Werner die Herausnahme von Marco Friedl. (mwi/dco)