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Marco Friedl bleibt auch im kommenden Jahr Kapitän des SV Werder Bremen. Der Mannschaftsrat steht hingegen noch nicht. Ole Werner erklärt, warum.
Bremen – Am Ende blieb nicht nur das Erfolgserlebnis aus. Für Marco Friedl gab es sogar eine doppelte Enttäuschung. Erst verpasste der SV Werder Bremen am letzten Spieltag der vergangenen Saison hauchdünn die Qualifikation für den Europapokal, kurz danach wartete der 26-jährige Österreicher vergeblich auf eine Nominierung für die Europameisterschaft im Sommer. Eine Art Bestätigung der starken Leistungen der Vorsaison gibt es nun direkt zum Beginn der Vorbereitung bei Werder: Friedl bleibt Kapitän – ohne Diskussion.
Ole Werner über Werder Bremens Marco Friedl als Kapitän: „Hat seine Rolle im letzten Jahr sehr gut ausgefüllt“
Für Trainer Ole Werner, der seinen Spielführer selbst festlegt, gibt es bei der Entscheidung gar keine Zweifel. „Marco bleibt Kapitän, es gibt keinen Grund, das zu verändern“, erklärt der Coach des SV Werder Bremen. „Er hat seine Rolle im letzten Jahr sehr gut ausgefüllt.“ Marco Friedl hatte wohl sogar die beste Spielzeit seiner bisherigen Karriere gespielt. 2022/23, in seiner ersten Saison als Kapitän, hatte der Innenverteidiger mitunter abgelenkt, gar überfordert gewirkt, konnte nicht mit Leistung vorangehen. Auch in 2023/24 erlebte er einen etwas wackligen Start, biss sich dann aber immer mehr in die Saison hinein, wurde zu einem echten Leader. Zwischendurch musste er zwar wegen eines Syndesmosebandrisses vier Spiele passen, kam aber umso besser zurück. Er zeigte sich zweikampfstark, abgeklärt und am letzten Spieltag sogar torgefährlich. Beim 4:1 gegen Bochum erzielte er sein erstes Bundesliga-Tor seit viereinhalb Jahren.
Ole Werner will mit der Zusammenstellung des Mannschaftsrats bei Werder Bremen noch warten
Diesen Vorteil hat er jetzt natürlich: Ohne die EM startet Friedl nun frisch in die Vorbereitung, ist auch von Anfang an dabei – anders als Romano Schmid und Neuzugang Marco Grüll, die mit Österreich bis ins Achtelfinale gekommen waren und nun erst während des Trainingslagers im Zillertal (17. bis 27. Juli) zur Mannschaft stoßen werden. Vermutlich noch etwas später wird dann übrigens erst feststehen, wer neben Friedl den Mannschaftsrat des SV Werder Bremen bildet. „Das mache ich zu einem Zeitpunkt, wenn dann nicht mehr mit allzu vielen Veränderungen zu rechnen ist“, kündigt Werner mit Blick auf den noch laufenden Transfersommer an.
Vor einem Jahr war das Gremium bei Werder Bremen mit Friedl, Niklas Stark, Christian Groß, Leonardo Bittencourt, Milos Veljkovic und Niclas Füllkrug besetzt worden – ehe Füllkrug zum BVB wechselte. Weil Groß seine Karriere inzwischen beendet hat, wird es diesen Sommer zumindest eine Veränderung geben. Doch das Thema kann nach Meinung des Coaches noch etwas warten. „Wir haben da keine große Dringlichkeit. Wir haben insgesamt viele Führungsspieler, die Verantwortung übernehmen und übernommen haben – das ist eine sehr vernünftige Riege.“ Und bei der wichtigsten Personalie, dem Kapitän, herrscht eh Klarheit. (han)