Friedl rechnet mit Zwei-Spiele-Sperre

„Harte Entscheidung“ sorgt für Horror-Erlebnis: Werders Kapitän Marco Friedl rätselt über Platzverweis

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl flog gegen den FSV Mainz 05 in der 2. Halbzeit vom Feld.
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Werder Bremens Kapitän Marco Friedl flog gegen den FSV Mainz 05 in der 2. Halbzeit vom Feld.

Bei Werder Bremens 2:1-Sieg gegen den FSV Mainz 05 hat Marco Friedl in der zweiten Halbzeit die Rote Karte gesehen. So denkt der Kapitän über den Platzverweis!

Mainz – Die Höhepunkte des Spiels flimmerten über die Bildschirme der Mixed Zone in der Mainzer Mewa-Arena, auch Marco Friedl schielte immer wieder in Richtung Monitor. Er wollte unbedingt noch einmal die Szene sehen, auf die der Kapitän des SV Werder Bremen hinterher mehrfach angesprochen wurde und die ihm zuvor eine Rote Karte eingebracht hatte. „Ich muss es mir nochmal ganz genau anschauen, finde aber trotzdem, dass es eine harte Entscheidung ist“, sagte der Innenverteidiger zunächst, weil besagte Situation einfach nicht auf dem Fernseher auftauchte. „Ich treffe ihn, streife aber eben auch kurz den Ball. Durch den Rempler, den ich kassiere, falle ich hin und treffe ihn dann komplett - das will ich gar nicht abstreiten.“ Eine ganze Weile dauerte das Rätselraten noch, ehe die bewegten Bilder endlich zu sehen waren. Friedl stockte kurz, unterbrach das Gespräch, schaute gespannt und meinte schließlich: „Wenn ich es so sehe, ist auch klar, dass er es dann nicht mehr zurücknimmt.“

Werder Bremens Kapitän Marco Friedl findet Platzverweis hart

Er, das war in diesem Fall Schiedsrichter Benjamin Brand. Der Unparteiische aus Unterspiesheim hatte nach gut einer Stunde auf dem Platz blitzschnell entscheiden müssen, wie der Zweikampf zwischen Marco Friedl und Mainz-Angreifer Jonathan Burkardt nun zu bewerten sei. Der Regelhüter zeigte dabei Rot, auch nach einem Hinweis des Video Assistent Referees (VAR) gab es kein Zurück mehr. „Wenn ich der letzte Mann bin und er gibt eine Rote Karte, dann ist es auch eine“, sagte Friedl. „Ich finde trotzdem, dass man es nicht geben muss, aber eben kann.“

Den Rest der Partie verfolgte der Abwehrchef des SV Werder Bremen letztlich aus der Ferne – und litt dabei enorm. „25 Minuten von außen das Spiel zu schauen, ist der Horror“, gab er unumwunden zu. Doch bekanntlich lohnte sich die Qual, seine Kollegen entführten in Unterzahl tatsächlich durch einen 2:1-Erfolg drei Punkte aus Mainz. „Ich muss der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen“, schwärmte Marco Friedl. „Was sie in Unterzahl geleistet hat, war der Wahnsinn. Mainz hatte wenig Chancen, wirklich viel ist ihnen ähnlich wie uns gegen Dortmund nicht viel eingefallen. Da haben alle wirklich aufopferungsvoll gekämpft. Das war ein Monsterteamgeist.“

Werder Bremens Marco Friedl rechnet nach Roter Karte mit Zwei-Spiele-Sperre

Aufgrund der Notbremse rechnet Marco Friedl jetzt mit einer obligatorischen Zwei-Spiele-Sperre, auch das emotionale Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein FC Bayern München am kommenden Samstag im Weserstadion (15.30 Uhr) verpasst er so. „Leider“, sagte Friedl. „Die Bayern sind mit Leverkusen die beste Mannschaft in der Liga, aber wir haben gegen Dortmund ein super Spiel gezeigt, wollen auch jetzt mutig sein und unsere Fähigkeiten auf den Platz bringen. Wir haben beim letzten Mal die Bayern geschlagen – klar, dafür muss alles zusammenlaufen, aber das probieren wir wieder.“ Nur ihm selbst droht als untätiger Zuschauer auf der Tribüne wohl das nächste Horror-Erlebnis. (mbü/dco)

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