Werder-Neuzugang bleibt ohne EM-Einsatz

Keine EM-Einsätze - und deshalb weniger Urlaub? Werders Plan mit ÖFB-Nationalspieler und Neuzugang Marco Grüll

Marco Grüll kam für Österreich zwar nicht bei der EM zum Einsatz, dennoch soll der Neuzugang des SV Werder Bremen genauso lange Urlaub erhalten wie Romano Schmid.
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Marco Grüll kam für Österreich zwar nicht bei der EM zum Einsatz, dennoch soll der Neuzugang des SV Werder Bremen genauso lange Urlaub erhalten wie Romano Schmid.

Bei der Europameisterschaft kam Marco Grüll nicht für die österreichische Nationalmannschaft zum Einsatz - erhält der Neuzugang des SV Werder Bremen deshalb weniger Urlaub? So ist der Plan der Grün-Weißen mit dem Offensivmann.

Bremen – Gelaufen ist er. Eine ganze Menge sogar. Jedes Mal. Doch es blieb stets beim Warmmachen. Auch während des letzten Auftritts der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Türkei im Achtelfinale der Europameisterschaft (1:2) wartete Marco Grüll vergeblich auf eine Einwechslung. Die Hoffnung war eine andere: „Selbstverständlich genieße ich das jetzt, aber man will natürlich dabei auch Erfolge haben und zu Einsätzen kommen“, hatte der 25-Jährige zu Turnierbeginn noch im DeichStube-Interview erklärt. Letztlich blieb es ein frommer Wunsch für den Offensivspieler, der seit dem 1. Juli nun auch offiziell ein Angestellter des SV Werder Bremen ist. Doch bevor er seinen Einstand an der Weser gibt, ist erst einmal Urlaub angesagt. Aber fällt dieser durch die fehlenden EM-Einsätze nun womöglich etwas kürzer aus?

Werder Bremens Clemens Fritz über Marco Grüll: „Auch wenn du nicht gespielt hast, hattest du körperliche Belastungen“

„Das ist nicht geplant“, erklärt Werder-Sportchef Clemens Fritz auf Nachfrage der DeichStube. „Auch wenn du nicht gespielt hast, hattest du körperliche Belastungen. Du trainierst, hast wie alle anderen Spieler auch diese gewisse Anspannung. Darüber hinaus hat Marco ebenfalls eine lange und intensive Saison gehabt, deshalb ist es wichtig, jetzt auch den nötigen Urlaub zu bekommen.“ In den vergangenen Monaten hat Marco Grüll in der österreichischen Bundesliga reihenweise für Aufsehen gesorgt. In 39 Pflichtspielen für Rapid Wien erzielte der fünffache Nationalspieler in der abgelaufenen Serie 21 Tore und bereitete zwölf weitere Treffer vor. Werder Bremen bemühte sich im vergangenen Winter redlich, um den ablösefreien Transfer nach Bremen für diesen Sommer in trockene Tücher zu bekommen – mit Erfolg.
 
„Die Vorfreude auf Bremen ist natürlich schon riesengroß“, hatte Marco Grüll unlängst erklärt, die Lust auf den nächsten Entwicklungsschritt ist spürbar. Ein Gefühl, das auch sein Jugendtrainer Ernst Lottermoser nur zu gut kennt. Der sagte kürzlich der „Kronen-Zeitung“: „Dieser Drang nach oben war ersichtlich. Marco hat nie was hinterfragt, er wollte immer mehr und sich zudem ständig verbessern.“ Umso außergewöhnlicher ist Grülls Werdegang. Ein Nachwuchsleistungszentrum hat der Offensivmann des SV Werder Bremen nie besucht, stattdessen zunächst eine Ausbildung zum Verkäufer von Sportartikeln gemacht und auch bei der Post gearbeitet. Geklappt hat es mit seiner Fußballerkarriere trotzdem. „Viele Spieler sagen, dass sie Profi werden wollen“, meinte Lottermoser, „Marco hat sich eben auch so verhalten“. (mbü)

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