Vertrag des Werder-Profis verlängert sich
Warten auf den Ducksch-Moment: Werder Bremen freut sich auf Vertragsverlängerung des Stürmers
Der Vertrag von Werder Bremens Stürmer Marvin Ducksch wird sich in Kürze automatisch verlängern. Ist ein Abschied im Sommer damit vom Tisch?
Bremen – Ein paar Minuten waren für Marvin Ducksch schon wieder drin. Nach auskurierter Oberschenkelverletzung kam der Angreifer des SV Werder Bremen bei der 2:4-Niederlage gegen Gladbach allerdings erst ins Spiel, als alles bereits entschieden war. Eine gute Kopfballchance hatte der 31-Jährige zwar noch, aus der er allerdings zu wenig machte. Für Ducksch war es der 24. Ligaeinsatz in dieser Saison, was durchaus von Bedeutung ist, denn mit der Zahl seiner Auftritte ist eine automatische Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages verbunden. Und bald kann Vollzug vermeldet werden.
Trotz bevorstehender Verlängerung: Abschied von Werder Bremens Marvin Ducksch nicht automatisch vom Tisch
„Der Moment wird demnächst kommen, in dem sich Marvins Vertrag verlängert – und darüber sind wir dann sehr glücklich“, betont Peter Niemeyer als Werder Bremens Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. „Daher ist auch noch nicht der Moment gekommen, um sich darüber hinaus Gedanken zu machen. Auch von ihm gab es da bislang keine Signale, weil für beide Seiten Klarheit herrscht.“ Soll heißen: Alle Parteien möchten, Stand jetzt, gern auch in der Saison 2025/2026 zusammenarbeiten. Wie in den Jahren zuvor dürfte das Thema Ducksch-Abschied damit im Sommer dennoch nicht automatisch vom Tisch sein. Denn der zweifache Nationalspieler bliebe natürlich ein Kandidat für einen Wechsel, der Werder die benötigten Transfereinnahmen beschert.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte Marvin Ducksch selbst in einem Interview erklärt, dass er keine Abwanderungsgedanken hege. „Werder ist ein Top-Club, hier entsteht etwas – und in Bremen fühle ich mich sehr wohl. Werder passt zu mir“, erklärte er im Januar in der „Sportbild“ – in einer Phase, in der die gewünschten Bremer Ergebnisse zwar auch schon ausgeblieben waren, aber die Perspektive noch eine andere war. Ein paar Liga-Niederlagen und vor allem das Pokal-Aus später sind die Aussichten bei Werder Bremen nicht mehr ganz so rosig. „Ich hatte in der Vergangenheit attraktive Anfragen, aber ich werde nicht für ein paar Euros mehr Bremen verlassen“, hatte Ducksch zu Jahresbeginn gesagt. In nicht allzu ferner Zukunft wird sich zeigen, ob diese Marschroute auch für diesen Sommer gilt.
„Ein ganz wichtiger Spieler für uns“ Peter Niemeyer adelt Werder Bremens Marvin Ducksch
Erst einmal zählt aber der fußballerische Alltag. Im nächsten Bundesliga-Spiel könnte der Offensivakteur dann auch wieder von Beginn an seine Kreise ziehen, die Bremer sind am 29. März (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) beim Tabellenletzten Holstein Kiel gefordert. Um eine größere Rolle im Duell mit seinem Ex-Club einzunehmen, muss Marvin Ducksch während der Länderspielpause an André Silva und Oliver Burke vorbeikommen. Beide waren zuletzt zwar nicht unbedingt als Tormaschinen unterwegs, haben in mehreren Phasen der jüngsten Partien aber mit ihrem Laufaufwand zu besseren Werder-Eindrücken beigetragen. Eine Qualität, die in einem derzeit fragilen grün-weißen Gebilde nicht außer Acht zu lassen ist. Es wird also eine spannende Entscheidung, die Ole Werner und sein Trainerteam treffen müssen. Peter Niemeyer jedenfalls hebt noch einmal ganz allgemein die Bedeutung des gebürtigen Dortmunders für den SV Werder Bremen hervor: „In den Jahren, in denen Duckschi bei uns ist, hat er immer geliefert. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns.“ Einer, über dessen Vertragsverlängerung sie sich bald bei Werder alle freuen werden. (mbü)