Wie die Werder-Profis die Feiertage verbringen

Stockfisch, Milchreis oder eine große Überraschung - so feiert Werder Bremen Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür: So feiern die Profis und Verantwortlichen des SV Werder Bremen die Feiertage.
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Weihnachten steht vor der Tür: So feiern die Profis und Verantwortlichen des SV Werder Bremen die Feiertage.

Bremen – Von Martin Siegel. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür! Auch die Akteure des SV Werder Bremen dürfen sich nun auf die schönste Zeit des Jahres freuen. Doch wie verbringen die Profis eigentlich ihre besinnlichen Stunden an Heiligabend und was kommt auf den Tisch? Die DeichStube hat sich erkundigt.

Los geht’s bei Kapitän Marco Friedl. Der Kapitän des SV Werder Bremen reist zu Weihnachten in seine Heimat nach Tirol. Dort wird er die Zeit mit seiner Familie und Freundin Ana verbringen. „Wir feiern ganz traditionell“, berichtet der werdende Vater. Friedl hatte erst vor kurzem bekanntgegeben, dass er und seine Freundin im kommenden Jahr Nachwuchs erwarten.

Ebenfalls in die Heimat zieht es Werders Top-Scorer Marvin Ducksch. Er will Weihnachten bei der Familie in Dortmund ganz ruhig angehen. „Wir essen gemeinsam und genießen dann den Abend. Ich glaube, die kurze Zeit abseits des Fußballs tut jedem ganz gut. Man kann regenerieren und hat auch mal Zeit für andere Dinge, bevor es im neuen Jahr wieder losgeht“, sagt der 29-jährige Stürmer des SV Werder Bremen.

Werder Bremens Coach Ole Werner verbringt die Weihnachtstage erst bei seiner Familie und dann mit seiner Freundin

Werders Cheftrainer Ole Werner verbringt Weihnachten derweil zweigeteilt: „An Heiligabend geht’s mit meinen Geschwistern zu unserer Mutter. Zu essen gibt es Fondue oder Raclette – also Essen, das absichtlich länger dauert, damit auch die Kinder in der Familie ein bisschen am Tisch sitzen bleiben.“ Die Tage danach will der Coach des SV Werder Bremen dann mit seiner Freundin verbringen.

Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz feiert sein Weihnachtsfest jedes Jahr ein bisschen anders: „Es ist tatsächlich Jahr für Jahr unterschiedlich – und es kommt darauf an, wie frei die Zeit beruflich dann tatsächlich sein kann.“ Schließlich ist der 43-jährige ja auch für Werders Transfers zuständig. „Vor zwei Jahren habe ich an den Feiertagen mit Borussia Dortmund telefoniert, es ging um Justin Njinmah“, verrät Fritz. In der Regel sind die Weihnachtstage aber auch für den Ehrenspielführer des SV Werder Bremen eine Zeit zum Entspannen: „Es sind einfach Tage, an denen es für alle ein bisschen ruhiger ist. Auch die Spielerberater wollen schließlich mal drei, vier Tage durchatmen.“

Werder Bremens Jens Stage: An Weihnachten „darf ein dänischer Milchreis nicht fehlen“

Jens Stage, der sich zuletzt auf seiner neuen Position als Sechser zurechtgefunden hat, darf sich nun noch einmal an etwas Neues gewöhnen: „Es ist das erste Weihnachten mit meinem kleinen Sohn. Es freut mich sehr, dass er dabei ist. Es gibt viel gutes Essen und ein paar Geschenke.“ Kulinarisch wird es beim Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen derweil traditionell gehalten: „In Dänemark essen an Weihnachten alle das gleiche: ein spezielles Kartoffelgericht mit Fleisch und Sauce. Außerdem darf ein dänischer Milchreis nicht fehlen.“

Zu seinem Heiligabend-Festmahl bräuchte der Däne einen Werder-Profi definitiv nicht einzuladen: Mitchell Weiser. Der Außenbahnspieler des SV Werder Bremen lebt schon lange vegan. Doch mit knurrendem Magen muss auch Weiser an Weihnachten nicht ins Bett. „Es gibt ja mittlerweile viele gute vegane Gerichte, die man für Weihnachten zubereiten kann“, erklärt der 29-jährige. Ansonsten feiert der Dauerbrenner auf der rechten Seite „ganz klassisch mit Weihnachtsbaum, entweder bei der Familie meiner Frau oder bei meiner Familie“.

Auch ein Besuch bei Familie Bittencourt wäre Mitchell Weiser an Heiligabend – zumindest kulinarisch – nicht zu empfehlen. Leonardo Bittencourt feiert Weihnachten nämlich nach brasilianischem Brauch: „Am 24. Dezember essen wir abends und erst um 0 Uhr beginnen wir die Geschenke zu verteilen. Zu essen gibt es Huhn, Reis und Stockfisch. Da mein Bruder und ich aber beide eine deutsche Frau haben, machen wir natürlich auch Würstchen und Kartoffelsalat dazu. Für meine Mutter war das anfangs gewöhnungsbedürftig – mein Vater langt mittlerweile auch dort gerne zu“, erzählt der 28-jährige Profi des SV Werder Bremen mit einem Augenzwinkern von seinem Weihnachtsfest, das bei der Familie in Köln stattfinden soll.

Werder Bremens Frauen-Trainer Thomas Horsch: „Für mich kann Weihnachten kommn“

Schon so richtig in Weihnachtsstimmung ist Thomas Horsch, Trainer der Frauenmannschaft des SV Werder Bremen. Nach Stippvisiten auf den Weihnachtsmärkten in Bremen, Lübeck und Findorff stellt der 55-jährige grinsend fest: „Für mich kann Weihnachten kommen.“ Selbst den Kochlöffel schwingen muss er dabei nicht. „Ich hole das Fleisch vom Markt ab, dann gucke ich meiner Frau zu“, grinst der Coach. Bei seiner Kapitänin Lina Hausicke ist es ähnlich: „Ich weiß noch nicht, was geplant ist und lasse mich überraschen. Ich bin zum Glück nicht für das Essen zuständig“, berichtet die in Halle an der Saale geborene Werder-Spielerin. Sie fährt für die Feiertage nach Hause zu ihrer Familie und stellt keinerlei Ansprüche an den heimischen Speiseplan: „Ich esse eigentlich alles.“

Die Frauen des SV Werder Bremen um Spielführerin Hausicke werden dann zum Trainingsauftakt am 4. Januar zurück an der Weser erwartet. Bei den Männern geht es bereits zwei Tage früher am 2. Januar wieder los. (mas/mbü)

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