Werder-Transfer-News
„Horst muss Marvin nicht vorher kontaktieren“: Duckschs Zukunft bei Werder weiterhin ungeklärt
Noch ist es ruhig um Marvin Ducksch: Wann verlässt der Stürmer den SV Werder Bremen - oder ist ein Verbleib unter Trainer Horst Steffen doch möglich?
Bremen – Manchmal geht es im Fußball auch um Liebe. Um Zuneigung. Und in dieser Hinsicht ist Marvin Ducksch beim SV Werder Bremen nicht immer glücklich gewesen. Es krankte für sein Gefühl nicht am Miteinander mit den Mannschaftskollegen oder den Verantwortlichen, sondern mit den Fans. Da fehlte ihm mitunter die nötige Wertschätzung. Beim Blick auf Duckschs Leistungsdaten ist das durchaus nachvollziehbar, denn wer als Stürmer in 134 Pflichtspielen für einen Verein 54 Tore erzielt und 40 weitere vorbereitet, besitzt gemeinhin das Potenzial, als Held gefeiert zu werden. In diesem Fall ist das anders. Der 31-Jährige spaltet die Anhängerschaft, neben Verehrern gibt es Fans, die den gebürtigen Dortmunder wegen dessen Körpersprache oder Zweikampfverhalten komplett ablehnen und lieber gestern als heute loswerden würden. Ducksch selbst hatte Spekulationen um einen nahenden Abschied aus Bremen vor knapp einem Monat befeuert – doch noch immer ist alles ruhig.
Transfer oder sogar Verbleib? So ist der Stand bei Werder Bremens Marvin Ducksch
„Marvins Äußerungen vom Saisonende haben wir nicht noch einmal explizit besprochen, aber ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn jemand öffentlich über seinen Gefühlszustand spricht“, sagt Peter Niemeyer als Leiter Profifußball im Gespräch mit der DeichStube. Marvin Ducksch hatte nach dem finalen 4:1-Auswärtssieg gegen den 1. FC Heidenheim, bei dem er das zwischenzeitliche 3:0 erzielt hatte, über seinen Torjubel gesagt: „Das war auf keinen Fall eine Liebeserklärung für Werder Bremen. Ich habe mich einfach darüber gefreut, dass ich wahrscheinlich zum letzten Mal mit dem ein oder anderen auf dem Platz stand.“ Worte, die den Eindruck verstärkten, dass Ducksch sich für einen baldigen Wechsel entschieden habe.
„Wir wissen um seine vertragliche Situation, sind froh, dass er da ist und wenn doch etwas Konkretes kommen sollte, dann werden wir uns damit beschäftigen“, sagt Niemeyer nun. Bislang ist genau das aber nicht der Fall gewesen. Marvin Ducksch gilt dennoch weiterhin als Verkaufskandidat bei Werder Bremen, einem Wechsel würde keineswegs ein Riegel vorgeschoben werden. Bis zum Sommer 2026 läuft der aktuelle Kontrakt des Angreifers noch am Osterdeich, eine lukrative Ablöse wäre also theoretisch möglich.
Bisher kein Kontakt mit Trainer Horst Steffen – bleibt Marvin Ducksch beim SV Werder Bremen?
Nun ist zwischen dem Spiel in Heidenheim und der Gegenwart Wesentliches passiert: Ole Werner ist nicht mehr im Amt. Der bisherige Coach des SV Werder Bremen hat Marvin Ducksch stets demonstrativ den Rücken gestärkt, ihn konsequent in der Startelf auflaufen lassen und sich bis zuletzt darüber gefreut, dass sich der Offensivmann bei Werder den Traum erfüllen konnte, ein gestandener Bundesligaprofi zu sein. Sogar bis in die Nationalmannschaft hatte es Ducksch unter Werner geschafft. Und der Torjäger wähnt sich noch nicht am Ende seiner Entwicklung: „Ich fühle mich sehr, sehr gut. Ich glaube nicht mal, dass ich am Peak meiner Karriere bin, sondern sogar noch Luft nach oben habe“, hatte er kürzlich erklärt. „Mein Körper fühlt sich gut an und ich kann auf dem Niveau absolut mithalten.“
Aber tut er das auch weiterhin bei Werder Bremen? Unter seinem neuen Coach könnten die Karten demnächst neu gemischt werden – wenn Ducksch dann überhaupt noch da ist. „Wir freuen uns weiterhin, dass er einen Vertrag bei uns hat“, sagt Peter Niemeyer pflichtschuldig, der auch zu berichten weiß, dass Trainer Horst Steffen nicht direkt zum Hörer gegriffen hat, um dem Angreifer mitzuteilen, wie wichtig er ist. „Horst muss Marvin jetzt nicht telefonisch vorher kontaktieren, denn er hat uns gegenüber bereits klar kommuniziert, dass die Jungs schon alle spüren werden, welche Wertschätzung er ihnen gegenüber hat.“ Marvin Ducksch dürfte ganz besonders in sich hineinhorchen, er hat in dieser Hinsicht schließlich sehr sensible Antennen. (mbü)
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