Mittelfeldmann wird immer torgefährlicher

Eggesteins erstaunliche Entwicklung

Maximilian Eggestein im Zweikampf mit Augsburgs Martin Hinteregger.
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Maximilian Eggestein im Zweikampf mit Augsburgs Martin Hinteregger.

Augsburg – Erst gegen Nürnberg, jetzt auch in Augsburg – Maximilian Eggestein entwickelt sich bei Werder mehr und mehr zum erfolgreichen Distanzschützen.

Für die Bremer Verantwortlichen ist das aber nur der logische nächste Schritt in der Entwicklung des 21-Jährigen, der sich über das Thema A-Nationalmannschaft übrigens „keine großen Gedanken“ macht.

„Zum Schuss gehört auch ein bisschen Glück, der Ball muss ja auch richtig liegen“, sagte Eggestein, der seine Bremer beim 3:2-Erfolg in Augsburg mit 2:0 in Führung gebracht hatte – per herrlichem und punktgenauem Hammer aus 20 Metern Torentfernung.

Nationalmannschaft? Eggestein macht sich „keine großen Gedanken“

„Im Training übe ich das jedenfalls nicht speziell.“ Es war ein klassischer Eggestein-Auftritt vor den Journalisten, denen der Mittelfeldspieler nach fast jedem Spiel offen Rede und Antwort steht. Er tut es bestimmt, aber zurückhaltend, aussagekräftig, aber niemals abgehoben. Kein Wunder, dass so ein Spielertyp seine Berufung ins A-Nationalteam – anders als zuletzt einige Experten – nicht öffentlich fordert.

„Es freut mich natürlich zu hören, wenn ich mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht werde“, sagte Eggestein. Dann ließ er nüchtern folgen: „Ich habe mir darüber aber keine großen Gedanken gemacht, sondern versuche einfach, weiter meine Leistungen zu bringen.“

Fotostrecke: Kruse, Eggestein und Klaassen lassen Werder jubeln

FC Augsburg gegen Werder Bremen
FC Augsburg gegen Werder Bremen © imago
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FC Augsburg gegen Werder Bremen © dpa
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Das gelingt Werders Talent aus dem eigenen Nachwuchs derzeit mit Bravour. In allen vier Bundesligaspielen stand Eggestein über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Sein Trainer Florian Kohfeldt nannte ihn in Augsburg gar „unverzichtbar“.

Dass das Thema Nationalmannschaft seinen Schützling in irgendeiner Form ablenken könnte, glaubt Kohfeldt nicht. „Ich kenne Maxi jetzt seit über sieben Jahren. Wenn jemanden etwas nicht aus der Ruhe bringt, dann ist das Maxi.“ Der gebürtige Hannoveraner habe in seiner Entwicklung schon einige Wellen durchlebt. „Die hat er alle ruhig genommen und sich stetig entwickelt.“

Kohfeldt: „Da muss Maxi dann wieder neue Lösungen finden“

Bis zum aktuellen Punkt, an dem Eggestein plötzlich auch als torgefährlicher Achter in Erscheinung tritt. „Bald kommt wieder der nächste Schritt, weil die Gegner nun rausstechen werden, um ihn zu verteidigen. Da muss Maxi dann wieder neue Lösungen finden“, weiß Kohfeldt.

Neue Lösungen, die ihn wieder ein Stück näher ans Team von Bundestrainer Jogi Löw bringen? Werders Sportchef Frank Baumann winkte bei dem Thema ab. „Das sollte man in aller Ruhe angehen. Maxi ist jetzt erstmal richtig im U21-Nationalteam angekommen und dort ein wichtiger Spieler“, sagte der 42-Jährige.

„Das freut mich einfach für ihn, denn in der Jugend stand er nie so im Blickpunkt.“ Das hat sich jetzt geändert. Baumann: „Was mit der A-Nationalmannschaft passiert, liegt nicht in unserer Hand. Das müssen andere entscheiden.“

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