Leihe lief nicht wie erwünscht

WM-Traum geplatzt: Wöbers Werder-Kapitel endet enttäuschend

Ein ernüchterndes Jahr und ein geplatzter WM-Traum: Die Zeit von Maximilian Wöber bei Werder Bremen endet mit einer weiteren Enttäuschung.

Für den großen Traum hat es am Ende nicht gereicht. Maximilian Wöber wurde von Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick nicht für die Weltmeisterschaft nominiert und steht gemeinsam mit Marco Grüll, einem weiteren Profi des SV Werder Bremen, lediglich auf der Abrufliste. Eine bittere Nachricht für den Innenverteidiger, der in den vergangenen Monaten alles dafür getan hatte, sich nach seiner langen Verletzungspause noch einmal für das Turnier zu empfehlen. Wirklich gelungen ist das nicht mehr. Nach seiner monatelangen Pause reichte es am Ende lediglich noch zu zwei Bundesliga-Einsätzen. Den letzten Spieltag und damit auch seine offizielle Verabschiedung im Weserstadion verpasste der Österreicher aufgrund eines Infekts.

Maximilian Wöber verlässt den SV Werder Bremen nach einem enttäuschenden Leih-Jahr wieder.

Enttäuschende Leihe von Maximilian Wöber zu Werder Bremen: Kaufoption wird nicht gezogen

„Für Max war es einfach eine ganz schwierige Saison mit den vielen Ausfällen“, erklärt Werder Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer gegenüber der DeichStube. „Trotzdem muss ich sagen, dass er sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, wenn er zur Verfügung stand. Auch in der Kabine hat er versucht, Verantwortung zu übernehmen und voranzugehen. Das rechne ich ihm hoch an.“ Sportlich blieb die Leihe von Maximilian Wöber allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Am Ende ist es aber natürlich auch so, dass er leider nicht auf die Spielzeit gekommen ist, die wir uns alle erhofft hatten. Wir hätten ihn sicherlich gut gebrauchen können“, sagt Niemeyer. Aufgrund der Verletzungsanfälligkeit und der damit verbundenen geringen Einsatzzeit entschieden sich die Bremer dagegen, die beim Leihgeschäft mit Leeds United vereinbarte Kaufoption zu ziehen.

Lange verletzter Maximilian Wöber verpasst Weltmeisterschaft in Österreich - „Kindheitstraum“ platzt

Auch Maximilian Wöber hatte sich seine Zeit in Bremen ganz anders vorgestellt. Schon im vergangenen Oktober hatte der 28-Jährige im Interview mit der DeichStube offen über seine Zukunft gesprochen – und dabei deutlich gemacht, dass er und seine Frau sich einen längeren Verbleib an der Weser durchaus vorstellen könnten. „So wie die ersten Eindrücke bisher sind, würden wir uns beide schon sehr freuen, länger hierzubleiben“, sagte Wöber damals. Gleichzeitig wusste der Verteidiger des SV Werder Bremen, worauf es ankommen würde: „Mir ist aber vollkommen bewusst, dass ich dafür zuerst wieder richtig fit werden und dann Leistung bringen muss. Das steht an erster Stelle – ich möchte zeigen, dass ich eine echte Bereicherung für die Mannschaft sein kann.“ Dazu kam es nie wirklich. Stattdessen wurde Wöber immer wieder von körperlichen Problemen ausgebremst. Besonders schmerzhaft dürfte für ihn deshalb nun auch die verpasste Weltmeisterschaft sein – ein Turnier, das für den Österreicher seit Kindheitstagen eine besondere Bedeutung besitzt. „Eine WM wäre für mich ein absoluter Kindheitstraum“, hatte Wöber im Herbst erklärt. „Ich habe als Junge jedes einzelne Spiel geschaut – und wenn ich dort eines Tages selbst dabei sein sollte, wäre meine persönliche Fußball-Checkliste fast komplett.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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