Nach ter-Stegen-Verletzung
Werder-Keeper Zetterer bald im DFB-Dress? Werner: „Er hat ein Stärkenprofil, das gefragt ist“
Fußball-Deutschland diskutiert über die Torwartfrage beim DFB. Ist Michael Zetterer einer für die Nationalmannschaft? Das sagt Werder Bremens Trainer Ole Werner über seine Nummer eins.
Bremen - Michael Zetterer im Trikot der deutschen Nationalmannschaft? Es ist eine Vorstellung, die beim SV Werder Bremen durchaus auf Gegenliebe stößt. Nachdem bereits Peter Niemeyer als Leiter Profifußball vor einigen Tagen erklärt hatte, dass er davon ausgehe, dass der DFB Werders Stammtorhüter wahrnimmt, hat sich nun auch Cheftrainer Ole Werner zum Thema geäußert. „Ich glaube, dass Zetti über konstant gute Leistungen wahrgenommen wird. Er hat ein Stärkenprofil, das gefragt ist und dem modernen Fußball entspricht“, sagte der 36-Jährige am Freitag, wies aber auch darauf hin, dass die Entscheidung natürlich an anderer Stelle getroffen werde.
Nach Verletzung von Marc-André ter Stegen: Michael Zetterer von Werder Bremen einer für die Nationalmannschaft?
Konkret ist es Bundestrainer Julian Nagelsmann, der in Sachen Torwartfrage das letzte Wort hat. Nach der Verletzung der neuen Nummer 1 Marc-André ter Stegen (Riss der Patellasehne) sieht sich der Coach mit der Frage konfrontiert, mit welchem Keeper er sein Torwartteam auffüllt. Für die kommenden Spiele werden Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Alexander Nübel (VfB Stuttgart) allgemein die besten Chancen ausgerechnet, für den DFB zwischen den Pfosten stehen zu dürfen. Für die Rolle der Nummer 3 sind aktuell mehrere Namen in der Verlosung, einer davon: Michael Zetterer von Werder Bremen.
„Dass er für uns über einen längeren Zeitraum ein guter und stabiler Rückhalt ist, wird sicher nicht nur beim SV Werder Bremen gesehen. Davon gehe ich zumindest aus“, sagte Werner. Sorgen, dass das DFB-Thema Michael Zetterer womöglich ablenken könnte, macht sich der Trainer nicht. „Ich sehe es positiv, wenn die Leistungen unserer Spieler positiv wahrgenommen werden, nicht nur intern, sondern auch um uns herum“, hielt er fest - und betonte: „Das ist kein schlechtes Zeichen, sondern das Gegenteil davon. Es ist eine gute Rückmeldung auf die Entwicklung einzelner Spieler, aber auch der gesamten Mannschaft.“ (dco)