Gebürtiger Münchner gewinnt mit Werder

Glanzparaden in der Heimat: Werder-Keeper Zetterer erlebt emotionalen Tag in München

Für den gebürtigen Münchner Michael Zetterer war der Auswärtssieg des SV Werder Bremen beim FC Bayern aus vielen Gründen ein ganz besonderer Tag.
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Für den gebürtigen Münchner Michael Zetterer war der Auswärtssieg des SV Werder Bremen beim FC Bayern aus vielen Gründen ein ganz besonderer Tag.

Michael Zetterer hatte mit seiner starken Leistung und zahlreichen Paraden einen großen Anteil am 1:0 (0:0)-Auswärtssieg des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München. Der 28-jährige gebürtige Münchner heimste deshalb eine Menge Schulterklopfer ein, schickte jedoch auch ein großes Lob an seine Teamkollegen.

Bremen – Marco Friedl und Niklas Stark waren sofort da, auch Anthony Jung kam noch schnell vorbei, um Michael Zetterer abzufeiern. Es musste also wahrlich etwas Besonderes passiert sein. War es auch. Es lief bereits die 87. Minute in der Münchener Allianz Arena, als der Torhüter des SV Werder Bremen noch einmal richtig einen auspackte. Der FC Bayern München drängte auf den Ausgleich, Mathys Tel hatte eine Riesenchance – doch Zetterer machte auch diese zunichte, indem er den Ball dank eines Topreflexes gleich zweimal hintereinander an den Pfosten lenkte. Und dieses Kuriosum passte hervorragend in einen Tag, der für Michael Zetterer nicht emotionaler hätte sein können. Denn beim sensationellen 1:0-Sieg der Bremer gegen den Rekordmeister saß am Sonntagnachmittag die gesamte Familie der Nummer eins auf der Tribüne.

Werder Bremens Keeper Michael Zetterer hat mit sieben Paraden einen großen Anteil am Sieg beim FC Bayern München

„Es ist verrückt“, gestand der 28-Jährige, der früher oft mit seinem Vater auf der Tribüne Zuschauer gewesen war, sichtlich bewegt nach der Partie. „Mein Bruder hat in der Jugend hier gespielt, war oft Balljunge. Meine Schwester hat oft im Logenbereich gearbeitet. Ich war jetzt gerade kurz oben bei ihnen, das ist natürlich einfach ein schöner Moment, sowas unmittelbar nach dem Spiel mit der Familie teilen zu können. Es ist einfach Wahnsinn.“ Mit sieben starken Paraden hatte Michael Zetterer einen enormen Anteil daran, dass Werder nach mehr als 15 Jahren mal wieder gegen den FC Bayern München gewann. Folglich heimste er nach dem Schlusspfiff eine Menge Schulterklopfer ein, doch der Keeper des SV Werder Bremen schickte auch ein dickes Lob an seine Teamkollegen. „Man muss wirklich ein großes Kompliment an jeden Einzelnen auf dem Platz aussprechen. Die Jungs vor mir haben einfach unfassbar gut verteidigt, deswegen musste ich gar nicht so oft ran“, betonte Zetterer, gab aber auch zu: „Wenn man hier gewinnen will, muss der Torwart auch einen guten Tag erwischen.“
 
Und den hatte der Schlussmann des SV Werder Bremen wahrlich gehabt. Wodurch er mit seiner starken Leistung gegen den FC Bayern München auch ein weiteres Signal an die Zweifler sendete, die trotz der beendeten Torhüter-Diskussion am Osterdeich lieber Jiri Pavlenka zwischen den Pfosten sehen würden. „Ich glaube, ich habe die letzten Spiele ganz ordentlich gespielt“, urteilte Michael Zetterer. „Für mich ist solch ein Entwicklungsprozess einfach wichtig. Dass ich merke, dass es vorangeht und ich mich immer besser fühle. Dass ich Punkte, in denen ich mich verbessern will, auch im Spiel zeigen kann.“

Werder Bremens Michael Zetterer über FC-Bayern-München-Keeper Manuel Neuer: „Er ist ein ganz feiner Kerl“

Gegen den FC Bayern München klappte das mehr als gut. So sehr, dass am Ende tatsächlich die Null stand. Der letzte Keeper des SV Werder Bremen, dem das an der Isar gelungen war, hieß Tim Wiese (beim 0:0 am 11. September 2010). Zetterer hatte den Coup sogar gewissermaßen vorausgeahnt, denn bei einem Sponsoren-Tipp im Vorfeld der Begegnung hatte er doch tatsächlich einen Bremer 1:0-Erfolg prognostiziert. Gesagt, getan. Und als wäre all das noch nicht genug, gab es für Michael Zetterer noch ein i-Tüpfelchen vor der Rückreise an die Weser: das Trikot von FCB-Torhüter Manuel Neuer. „Ich wollte es auf jeden Fall haben und habe nach dem Spiel erfahren, dass er meines auch haben wollte“, schilderte er glücklich: „Das war natürlich ein besonderer Moment. Wir haben uns dann noch kurz austauschen können. Er ist ein ganz feiner Kerl.“ (mbü/kni)

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