Werders Torhüter fehlerhaft
Nach Patzer von Werder-Keeper Zetterer: „Er weiß selbst, dass er den Ball besser verteidigen kann“
Michael Zetterer erwischt im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) einen total gebrauchten Tag und bringt den SV Werder Bremen mit seinem frühen Patzer auf die Verliererstraße. So reagieren Ole Werner, Clemens Fritz und Co.
Bremen – Mit den Füßen, na klar, und natürlich auch mit dem Kopf – das sind die Körperteile, mit denen Fußballer in den allermeisten Fällen Tore erzielen. Patrick Wimmer hat am Samstagnachmittag gezeigt, dass es auch mal mit dem Rücken gehen kann. Während des 2:1-Auswärtssieges des VfL Wolfsburg beim SV Werder Bremen markierte der Österreicher das frühe 1:0 seiner Mannschaft auf ungewöhnliche Art und Weise, wobei er von einem Fehler des Bremer Torhüters Michael Zetterer profitierte. „Zetti weiß selbst, dass er den Ball besser verteidigen kann“, sagt Werders Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube und sieht im Aussetzer des Keepers einen unschönen Trend bestätigt.
Michael Zetterers Patzer bringt Werder Bremen auf die Verliererstraße gegen Wolfsburg: „Er ärgert sich am meisten“
„Aktuell zieht es sich bei uns durch alle Positionen: Wenn wir einen Fehler machen, kassieren wir oft direkt ein Gegentor“, hadert Fritz, der die fünfte Pflichtspielpleite in Serie aber keinesfalls nur am Keeper festmachen möchte. Das wäre auch nicht angemessen. Auf den Weg gebracht hatte Michael Zetterer die Niederlage aber dennoch. Nach einem Wolfsburger Eckball war der 29-Jährige im Fünfmeterraum viel zu unentschlossen in Richtung Ball gegangen, segelte vorbei, woraufhin Wimmer die Kugel im Gedränge mit dem Hintern über die Linie bugsierte (6.). Für eine ohnehin verunsicherte Mannschaft des SV Werder Bremen war das Gift. „Das 0:1 ist ein Fehler, der uns so nicht passieren sollte“, hielt Trainer Ole Werner kurz nach dem Spiel fest, ohne dabei Zetterer namentlich hervorzuheben.
„Er ärgert sich am meisten über die Szene“, sagt Fritz über den Keeper, der von der allgemeinen Verunsicherung innerhalb der Mannschaft des SV Werder Bremen derzeit auch nicht verschont bleibt. „Dass die Brust nicht übermäßig breit ist, wenn es nicht läuft, ist normal“, findet Fritz: „Da müssen wir uns gemeinsam wieder herausarbeiten.“ Möglich, dass es bei Michael Zetterer auch noch einen anderen Grund für den Fehler gab: seinen Gesundheitszustand. In den Tagen vor dem Spiel hatte sich der Torhüter mit einer Erkältung herumgeschlagen, sein Einsatz hatte auf der Kippe gestanden. Komplett fit wirkte er gegen Wolfsburg nicht. (dco)