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„Ich muss in Sachen Schnelligkeit und Intensität noch zulegen. Das habe ich auf jeden Fall gelernt“, sagt Milos Veljkovic über seine ersten WM-Erfahrungen.
Bremen - Es war kurz nach dem Abendessen, da nahm Mladen Krstajic seinen Spieler Milos Veljkovic im Hotel kurz zur Seite. Das folgende Gespräch dauerte nicht lange, ein paar Sätze nur - und dennoch hatten sie es für den Werder-Profi in sich.
Krstajic, der Trainer der serbischen Nationalmannschaft, erklärte Veljkovic, dem 22-jährigen Innenverteidiger, dass er im letzten WM-Gruppenspiel gegen Brasilien seine große Chance kommen würde. „Der Trainer hat mir zwei Tage vor dem Duell gesagt, dass er auf mich setzt. Es war ein sehr schöner Moment“, berichtete Veljkovic am Dienstagmittag. Seit ein paar Tagen ist Werders Abwehrspieler wieder in Bremen - und der Stolz über seine WM-Erfahrung ist ihm deutlich anzusehen.
„Man spielt ja nicht jeden Tag gegen Brasilien“, schmunzelte Veljkovic, der bei der 0:2-Niederlage der Serben über die volle Distanz auf dem Platz gestanden hatte. Zwar bedeutete das Resultat am Ende das Turnier-Aus für sein Land - „die Erfahrung kann mir aber keiner mehr nehmen“, sagte Veljkovic. Während seines Auftritts in Russland hat Werders Abwehrspieler gemerkt, woran er in Zukunft noch arbeiten muss. „Ich muss in Sachen Schnelligkeit und Intensität noch zulegen. Das habe ich auf jeden Fall gelernt“, sagte er.
Veljkovic wohl wieder neben Moisander gesetzt
In Bremen dürfte Veljkovic auch in der neuen Saison an der Seite von Niklas Moisander in der Innenverteidigung gesetzt sein. „Natürlich habe ich den Anspruch, in jedem Spiel zu spielen“, betonte er. „Wir haben aber wieder einen großen Konkurrenzkampf, und ich werde mich wieder Tag für Tag beweisen müssen.“
Gemeinsam mit seiner Freundin hat Milos Veljkovic nach der WM ein paar Tage Urlaub gemacht. Erst Griechenland, dann Spanien - Sonne tanken, aber auch schon für die kommenden Herausforderungen arbeiten. „Ich habe meine Läufe absolviert. So lang war die Pause nicht. Es wurde schnell wieder anstrengend“, schmunzelte er.
Fotostrecke: Werder-Training am Dienstag bei 32 Grad
Am Dienstag stand Veljkovic erstmals gemeinsam mit den Werder-Kollegen wieder auf dem Trainingsplatz. Ob er schon ein Kandidat für das Testspiel am Freitagabend in Bielefeld (19.00 Uhr) ist, ist noch nicht klar. Was hingegen feststeht: Veljkovic ist gerne nach Bremen zurückgekehrt. Erst kürzlich hatte er seinen Vertrag bei Werder langfristig verlängert. „Ich bin sehr glücklich hier“, betonte er. „Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass ich hier gute Fortschritte mache.“ Trainer Florian Kohfeldt habe bei seiner Entscheidung auch eine große Rolle gespielt.
Fortschritte möchte der Serbe in der neuen Saison nun auch mit der gesamten Mannschaft machen. Veljkovics Ziel: „Wir wollen besser sein als im Vorjahr und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen.“