Die geplante Premiere
Veljkovic trifft und macht sich immer interessanter
Bremen - Der Moment war wunderschön. „Darauf habe ich lange gewartet“, sagte Milos Veljkovic, nachdem ihm in seinem 53. Bundesliga-Spiel endlich der erste Treffer gelungen war.
Es war beim 3:1-Sieg über den 1. FC Köln die 1:0-Führung für den SV Werder – und es war nicht nur deshalb ein besonderer Treffer, weil es Veljkovics erster war. Das Tor war auch speziell, weil es vom Trainerteam am Reißbrett ausgeheckt und geplant worden war.
Es geht um das Verhalten bei eigenen Eckbällen und um die Frage: Wie kommt ein Spieler möglichst ungehindert zum Abschluss? Werder hat darauf ein paar gute Antworten gefunden. In Gladbach war es Veljkovic, der für Thomas Delaney den Bewacher wegblockte. Gegen Köln revanchierte sich Delaney, indem er Veljkovic-Verfolger Dominique Heintz clever den Weg versperrte. „Wir haben das einen Tag vor dem Spiel trainiert. Ich denke, es ist ganz gut gelungen“, sagte Veljkovic, der nach einer Junuzovic-Ecke per Direktabnahme getroffen hatte. Der Rollentausch mit Delaney ist dabei volle Absicht. „Wir wollen unberechenbar sein“, so Veljkovic.
Veljkovic gibt Vollgas - auch für die WM in Russland
Dass der 22-Jährige nun zum ersten Mal in der Liga als Torschütze in Erscheinung getreten ist, kann als weiterer Hinweis auf einen stetig steigenden sportlichen Wert des Innenverteidigers gesehen werden. Stammspieler bei Werder ist er längst, Stammspieler in der serbischen Nationalmannschaft will er noch werden. Nach seinen ersten beiden Einsätzen im Zuge der Asien-Reise im vergangenen November hat Veljkovic aktuell auch eine Einladung für die Testspiele Ende März gegen Marokko und Nigeria erhalten.
Mit diesen Partien beginnt für Serbien-Coach Mladen Krstajic das große WM-Casting. Und Veljkovic darf sich immer größere Hoffnungen machen, beim Turnier in Russland im Sommer dabei zu sein. „Das zu schaffen, wäre ein Traum“, sagt der Abwehrspieler und verspricht, was für Werder nur gut sein kann: „Ich gebe im Club immer Vollgas, um das Ziel zu erreichen.“ Wenn sein Tor gegen Köln kein Einzelfall und er bei Standards fortgesetzt torgefährlich bleibt, wäre das sicher kein Nachteil.
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