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Fordernd vom ersten Moment an: Werders zweiter Trainingstag bietet reichlich Intensität – und auch Tränen
Schweißtreibende Doppel-Einheit: Werder Bremens Trainer Daniel Thioune verlangt seiner Mannschaft zum Start der Vorbereitung einiges ab.
Nein, das fand die kleine Tochter von Senne Lynen nun gar nicht lustig. Mit ihrer Mama und ihrem Brüderchen war sie am Montag extra zum nachmittäglichen Training des SV Werder Bremen gekommen, an der mütterlichen Hand den ganzen, weiten Weg vom Stadion zum Platz gelaufen – nur um dann erleben zu müssen, wie ihr Papa einfach hinter dem Zaun mit den Kollegen Fußball spielen sollte. Ohne sie. Schnell kullerten ein paar Tränen.
Chefcoach Daniel Thioune versuchte die Situation zu retten, indem er dem Belgier lachend frei geben wollte, weil dieser am Morgen den schweißtreibenden Lauftest des Kaders als Sieger beendet hatte. Lynens überraschte Reaktion: „Wirklich?“ Doch Thioune – ganz Trainer – blieb dann doch hart und meinte mit einem Augenzwinkern: „Nein, geh‘ auf den Platz jetzt!“
Werder Bremen absolviert Doppel-Einheit: So lässt Daniel Thioune seine Stars schwitzen
Und dort wurde der 27-Jährige als zentrale Figur im Mittelfeld des SV Werder Bremen auch gebraucht. Denn wo am Morgen noch reichlich Meter abgespult worden waren, ging es einige Stunden später darum, bei verschiedenen Spiel- und Passformen den Ball schnell vom Gegner zu erobern. Im Abschlussspiel trafen zudem Teams mit einer defensiven Dreier- beziehungsweise Viererkette aufeinander. „Es geht um die Basics, die wir brauchen, um in gewisse Ordnungen zu kommen“, hatte Werders Trainer bereits am Sonntag über die Inhalte der ersten Woche gesagt. „Wir wollen direkt sehr fordernd und aggressiv verteidigen.“
Werder startet in die Vorbereitung: Das erste Training in Bildern
Werder Bremens Neuzugang Dariusz Stalmach fehlt im Training - Justin Njinmah bremsen muskuläre Probleme
Die personelle Gemengelage ist derweil schnell erklärt: Mitchell Weiser und Julian Malatini arbeiten nach ihren langwierigen Verletzungen vorerst weiterhin individuell, das Duo soll nach Angaben des SV Werder Bremen während des Zillertal-Trainingslagers (20. bis 26. Juli) „wieder teilintegriert“ werden. Justin Njinmah (muskuläre Probleme) war bei der Laufeinheit komplett involviert, drehte aber auch am Nachmittag nur Runden, als die Kollegen den Ball kreiseln ließen. Mittelfeld-Neuzugang Dariusz Stalmach fehlte gänzlich, eine Begründung für sein Fehlen gab es nicht. (mbü/bvo)