Comeback nach Verletzung
Der Kreuzbandriss und die Folgen: Findet Weiser nach Werder-Unterschrift zurück zu alter Stärke?
Seinen Vertrag bei Werder Bremen wird er verlängern, aber wie schnell findet Mitchell Weiser nach der Knie-Verletzung zu seiner Form zurück?
Ein wenig Vorsicht lässt Peter Niemeyer noch walten. Der Profi-Chef des SV Werder Bremen will sich erst über eine weitere Zusammenarbeit mit Mitchell Weiser freuen, wenn der sein neues Arbeitspapier auch wirklich mit einer Unterschrift versehen hat. „Die Gespräche sind positiv und wir sind optimistisch, bis Ende des Monats eine Einigung erzielen zu können“, sagt der 42-Jährige im Gespräch mit der DeichStube. Allzu lange dürfte das nicht mehr dauern, denn – wie bereits berichtet – haben sich Verein und Spieler nach längerer Hängepartie inzwischen in allen wesentlichen Punkten geeinigt. In Kürze soll Weiser, dessen aktueller Kontrakt am Monatsende ausläuft, einen neuen Vertrag unterzeichnen, der bis zum Sommer 2027 läuft und eine Option auf ein weiteres Jahr beinhaltet. Es könnte eine Weiterreise werden, die ein Stück weit auch ins Ungewisse führt.
Nach Vertragsverlängerung: Findet Mitchell Weiser bei Werder Bremen zu alter Stärke zurück?
Fast ein Jahr lang hat Mitchell Weiser inzwischen nicht mehr mit der Mannschaft trainiert. Ein Kreuzbandriss hatte dem 32-Jährigen die vergangene Saison verhagelt, bis zuletzt hoffte der gebürtige Troisdorfer darauf, doch noch eine Rolle im Abstiegskampf spielen zu können – vergeblich. Insofern wird spannend zu sehen sein, wie schnell Mitchell Weiser im Sommer wieder ein Faktor sein kann. „Über Mitchs Qualitäten müssen wir uns nicht unterhalten, seine Klasse täte unserem Spiel auch künftig gut“, betont Niemeyer. Sonst hätten sich Werder Bremens Verantwortliche schließlich auch nicht um einen Verbleib des Rechtsaußen bemüht, der seine ins Stottern geratene Karriere unter dem damaligen Bremer Trainer Ole Werner wieder in Schwung brachte und auch unter dessen Nachfolger Horst Steffen ein ganz zentrales Element sein sollte. Es kam bekanntlich anders. Für Weiser und für Steffen. Inzwischen hat Daniel Thioune das Kommando und will nun seinerseits vom Können des Flügelflitzers profitieren.
Eine gewisse Anlaufzeit dürfte jedoch fraglos vonnöten sein. Am 12. Juli startet Werder Bremen offiziell in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit, Weisers Trainingsumfang und -belastung wird in den anschließenden Tagen und Wochen ganz besonders im Fokus stehen. Wie reagiert der Körper, wie sehr belasten die Erinnerungen an das vergangene Jahr die Psyche? Kann Mitchell Weiser nahtlos an jene Leistungen anknüpfen, die ihn vor seiner Verletzung so wertvoll gemacht haben? Peter Niemeyer hat darauf eine klare Antwort: „Natürlich war er jetzt ein Jahr lang raus und muss erst einmal richtig zurückkommen, aber er befindet sich auf einem guten Weg. Mit seiner Kreativität könnte er uns sicherlich helfen.“ (mbü)
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