Werders Neuzugang könnte Debüt geben

Comeback von Naby Keita rückt näher: Werder-Star steigert Belastung und könnte in Heidenheim zum Kader zählen

Neuzugang Naby Keita könnte am kommenden Sonntag beim 1. FC Heidenheim sein Debüt für den SV Werder Bremen geben.
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Neuzugang Naby Keita könnte am kommenden Sonntag beim 1. FC Heidenheim sein Debüt für den SV Werder Bremen geben.

Nach seiner Adduktorenverletzung rückt das Debüt von Naby Keita immer näher: Im Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim könnte der Neuzugang des SV Werder Bremen erstmals das grün-weiße Trikot tragen.

Bremen – Sie gehört zum Alltag beim SV Werder Bremen, zu den ganz normalen Abläufen, die sich täglich wiederholen: die kleine Besprechungsrunde, zu der Trainerteam, sportliche Leitung und medizinische Abteilung zusammenkommen, um sich gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen. Welchen Spieler plagen aktuell Probleme? Wer präsentiert sich gerade in guter Form? Und wie kommen die Verletzten in der Reha voran? Solche Fragen stehen dann auf der Tagesordnung – und in dieser Woche sicherlich ganz dick unterstrichen der Name Naby Keita. Nach seiner Adduktorenverletzung aus der Vorbereitung rückt das Debüt des Star-Neuzugangs immer näher. In den nächsten Tagen wird sich nun entscheiden, ob sich Keita am kommenden Sonntag während des Auswärtsspiels beim 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) erstmals das Werder-Trikot mit der Rückennummer 18 überstreift.

Werder Bremens Clemens Fritz über Naby Keita: „Der Heilungsprozess verläuft gut, aktuell macht er einen guten Eindruck“

„Wir werden die Belastung bei ihm unter der Woche von Tag zu Tag weiter steigern. Dann müssen wir schauen, wie er darauf reagiert“, sagt Clemens Fritz, Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, im Gespräch mit der DeichStube. Insgesamt ist der Ex-Profi zufrieden mit den Fortschritten, die Naby Keita macht: „Der Heilungsprozess verläuft gut, aktuell macht er einen guten Eindruck.“

Bereits vor zwei Wochen war der 28-Jährige ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, an dem er seitdem anteilig teilnimmt. Dazu kommen individuelle Einheiten im Kraftraum sowie Stabilisierungsübungen. All das ohne zeitlichen Druck, wie Werders Verantwortliche mehrfach versichert haben. Beim jüngsten Testspiel gegen Bundesliga-Rivale Borussia Mönchengladbach (1:0) verzichteten die Bremer ganz bewusst auf ihren neuen Star. Eine verfrühte Rückkehr Keitas samt erhöhtem Verletzungsrisiko soll unbedingt vermieden werden. Zu groß sind die Hoffnungen, die Werder Bremen in den Mann steckt, der ablösefrei vom FC Liverpool gekommen war. Und zu lang ist vor allem auch dessen Verletzungshistorie. In den vergangenen Jahren wurde Naby Keita regelmäßig von verschiedenen Blessuren zurückgeworfen, konnte in der abgelaufenen Saison lediglich acht Ligaspiele für Liverpool absolvieren. In den zwei Jahren davor waren es insgesamt 33 von möglichen 76.

Werder Bremens Clemens Fritz über Naby Keita: „Es war eine Verletzung, die sich jeder andere Spieler auch hätte zuziehen können“

„Natürlich wissen wir, dass er in der Vergangenheit öfter verletzt war und dass man die Belastung bei ihm deshalb gut steuern muss“, sagt Clemens Fritz, der im Juli freilich ebenfalls einen Schreck bekam, als sich Naby Keita in Westerstede beim Aufwärmen vor dem Testspiel gegen den VfB Oldenburg prompt seine erste Verletzung als Profi des SV Werder Bremen zuzog. Eine Verbindung zu früheren Beschwerden schließt Fritz aber kategorisch aus: „Es war eine Verletzung, die sich jeder andere Spieler auch hätte zuziehen können.“

Sowohl für Werder Bremen als auch für Naby Keita entstand durch dessen Ausfall eine herausfordernde Situation. Schließlich sollte und wollte sich der Nationalspieler Guineas so schnell es geht in Verein und Mannschaft integrieren, was aber gar nicht so einfach ist, wenn man nicht gemeinsam mit den neuen Kollegen auf dem Trainingsplatz stehen und in der Kabine sitzen kann, sondern in der Reha fürs Comeback schuften muss.

Werder Bremens Clemens Fritz: „Naby Keita ist ein sehr angenehmer und positiver Mensch, der sich bei uns super einbringt“

Werder Bremen bemühte sich deshalb darum, dass Keitas Alltag im Wohninvest Weserstadion so nah an der Mannschaft ablief, wie nur möglich. So war er etwa bei den Besprechungen dabei und auch beim täglichen Mittagessen des Teams, was dank eines entsprechend angepassten Reha-Plans möglich war. Auch ins Trainingslager nach Österreich nahm der Club seinen prominenten Neuzugang mit. „Ganz wichtig war für uns, dass er möglichst schnell in der Mannschaft ankommt, auch wenn er nicht spielen kann“, hält Clemens Fritz fest. Dieser Plan sei aufgegangen: „Naby ist ein sehr angenehmer und positiver Mensch, der sich bei uns schon super einbringt.“ In der Tat wirkt Keita, als fühle er sich wohl in Bremen. Wer ihn rund ums Weserstadion trifft, sieht einen meist gut gelaunten Mann. Fehlt nur noch das Debüt auf dem Platz, wo Naby Keita im Team von Trainer Ole Werner als gesetzt gilt, wenn es seine Fitness denn zulässt.

Mit seiner Erfahrung und Qualität dürfte Naby Keita das Spiel des SV Werder Bremen auf Anhieb besser machen. Am Montag dürfte die kleine Bremer Besprechungsrunde mit Trainerteam, sportlicher Leitung und medizinischer Abteilung erstmals intensiv darüber beraten, ob das womöglich zum ersten Mal am Sonntag in Heidenheim der Fall sein kann. (dco)

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