Keita sorgte für einen Eklat

Werder Bremens Keita-Entscheidung lässt auf sich warten: Gespräche laufen noch

Die Gespräche zwischen Werder Bremen und Naby Keita laufen noch.
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Die Gespräche zwischen Werder Bremen und Naby Keita laufen noch.

Bremen - Naby Keitas eigenmächtiger Verzicht auf das Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen (0:5) ist beim SV Werder Bremen im Nachgang der Partie wenig überraschend vorherrschendes Thema - bis zur vom Verein angekündigten Stellungnahme könnte es nach Informationen der DeichStube aber noch etwas dauern.

Am Montag sind alle Parteien zu Gesprächen zusammengekommen, mit dem Ziel, eine Lösung in der brisanten Angelegenheit zu finden. Naby Keita wurde dafür vom obligatorischen Spielersatz-Training freigestellt, am Dienstag haben die Bremer Profis ohnehin ihren freien Tag. Erst am Mittwoch startet die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Stuttgart (Sonntag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Spätestens dann dürfte von Werder Bremen verkündet werden, wie es mit dem 29-Jährigen weitergeht - vermutlich aber schon einen Tag zuvor.

Wie geht Werder Bremen mit dem Naby Keita-Eklat um? Fristlose Kündigung ist wohl nicht möglich

Vieles spricht dafür, dass es in den Gesprächen nicht „nur“ um eine zeitweise Suspendierung Naby Keitas vom Trainings- und Spielbetrieb, sondern um die vorzeitige Auflösung seines noch bis 2026 gültigen Vertrages geht. Dass es sich bei einem solchen Vorgang grundsätzlich um eine komplizierte Angelegenheit handelt, die juristisch in Form gebracht werden muss, könnte erklären, warum Werder Bremen die ursprünglich für Montag angekündigte Stellungnahme aufgeschoben hat. 

Naby Keita hatte sich am Samstag dazu entschieden, die Reise zum Spiel in Leverkusen nicht mit anzutreten, nachdem er erfahren hatte, dass er von Cheftrainer Ole Werner nicht für die Startelf eingeplant ist. „Da kann sich jeder sein Bild machen, meins habe ich mir gebildet. Natürlich ist das nichts, was mit Teamsport zu tun hat“, sagte Werner nach der Partie in Leverkusen, ließ die Frage nach möglichen Konsequenzen für Keita aber unbeantwortet und kündigte ein Statement für den Montag an.

Naby Keitas Verweigerung dürfte sein Ende bei Werder Bremen bedeuten

Naby Keita selbst hatte sich am Sonntag bereits während des Leverkusen-Spiels via Instagram zu Wort gemeldet und dabei unter anderem betont: „Seit Beginn meiner Karriere hatte ich überall, wo ich war, nie Probleme mit der Disziplin und habe immer versucht, ein Vorbild zu sein. Ich werde daher nicht akzeptieren, dass jemand dieses Bild trübt.“ Konkreter wurde er nicht.

Fest steht: Für eine fristlose Kündigung reicht die Verweigerung des Spielers nicht aus. Dass Naby Keita nach der Aktion noch eine sportliche Zukunft bei Werder Bremen hat, ist aber nur schwer vorstellbar. Neun Monate steht der Guineer inzwischen bei Werder unter Vertrag - es war eine Zeit voller gesundheitlicher Rückschläge, entsprechend wenig Einsatzzeit und stetig zunehmendem Frust auf beiden Seiten. Nach Keitas Weigerung, am Leverkusen-Spiel teilzunehmen, hat das Missverständnis nun seinen vorläufigen Höhepunkt - und sehr wahrscheinlich auch sein Ende erreicht. (dco)

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