Keita erneut außen vor
Keita muss weiter warten: Werder-Coach Werner erklärt, warum Youngster Alvero den Vorzug im Mittelfeld erhielt
Naby Keita hat bei Werder Bremens 1:2-Pleite gegen den 1. FC Heidenheim erneut 90 Minuten auf der Bank gesessen. Trainer Ole Werner erklärte im Anschluss an die Partie, warum er sich gegen eine Einwechslung entschied.
Bremen – Immerhin war Naby Keita wieder dabei. Also beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (1:2), bei der abendlichen Jubiläumsfeier des SV Werder Bremen fehlte der Mittelfeldakteur. Allerdings entschuldigt, schließlich hatte auch Keita am Samstag Grund zum Feiern, der Profi wurde 29 Jahre alt – was er bei Instagram augenzwinkernd mit den Worten „Happy birthday to me“ kommentierte. Darüber hinaus bremste ihn eine Erkrankung aus. „Er hat sich nach dem Spiel schon nicht so gut gefühlt und uns Bescheid gesagt. Er war auch am Sonntag zu Hause, konnte nicht trainieren“, zitiert die „Bild“ Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball. Tags zuvor hatte Keita ohnehin nur auf der Bank gesessen, war nicht mehr eingewechselt worden. „Wir haben darüber nachgedacht und hätten anstelle von Skelly Alvero sicherlich auch Naby bringen können“, erklärte Trainer Ole Werner später. Den Grund, warum nach 87 Minuten der junge Franzose den Vorzug erhielt, lieferte der Bremer Coach gleich mit.
Naby Keita muss sich bei Werder Bremen erst einmal wieder hinten anstellen
„Es ging für uns eher darum, nochmal ein bisschen Körperlichkeit und Physis reinzubringen“, sagte Werner und verwies auf die damit verbundene Hoffnung, „dass bei Standards irgendwie noch etwas geht. Da wurden wir ja dann auch nochmal gefährlich.“ Naby Keita blieb somit Zuschauer, befindet sich weiter im Wartestand. Bei der Nationalmannschaft Guineas, deren Kapitän Keita ist, hatte sich das zuletzt wieder geändert. Während des Afrika-Cups, bei dem es das Aus im Viertelfinale gab, stand der Ex-Liverpooler in vier Partien auf dem Platz – in der finalen Begegnung sogar über die kompletten 90 Minuten. Gesundheitlich geht es für Naby Keita also stetig bergauf, nur der Weg auf den Platz bei Werder Bremen bleibt steinig. „Jeder Fußballer kennt das und weiß, wie sowas läuft: Auch Naby hat mitbekommen, wie wir die letzten Wochen gespielt haben“, hatte Werner kürzlich mit Blick auf die Konkurrenzsituation im Mittelfeld erklärt, „und er weiß, dass die Jungs, die auf dem Platz standen, ihren Job gut gemacht haben“. Ab Dienstag wird in Bremen wieder trainiert, Keita könnte, sofern er wieder gesund ist, einen neuen Angriff starten – und vielleicht darf er dann schon in Köln wieder mitmischen. (mbü)