Olympische Spiele 2024
Paris ruft! Werder-Profi Keita steht im finalen Olympia-Kader Guineas
Naby Keita von Werder Bremen steht im finalen Kader Guineas für die Olympischen Spiele 2024. Das hat der guineische Fußballverband jetzt bestätigt.
Bremen - Naby Keita fährt zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Der Profi des SV Werder Bremen steht im nun finalen Kader seines Heimatlandes Guinea für das olympische Fußballturnier im Sommer. Die Liste mit 18 Spielern und vier möglichen Nachrückern hat der guineische Fußballverband veröffentlicht. Keita gehört in dem U23-Aufgebot zu den drei erlaubten älteren Spielern. Durch seine Olympia-Teilnahme wird der bei Werder zuletzt suspendierte 29-Jährige den Trainingsauftakt bei seinem Club verpassen. Ob oder wie es für ihn beim Bundesligisten weitergeht, ist noch offen. Guinea spielt bei den Olympischen Spielen als Teil von Gruppe A in mehreren französischen Städten gegen Neuseeland (24. Juli, 17 Uhr), Frankreich (27. Juli, 21 Uhr) und die USA (30. Juli, 19 Uhr). Danach könnte es in einer K.o.-Runde weitergehen. Das Finale steigt am Freitag, 9. August (18 Uhr), im Pariser Prinzenpark. (han)
Guineas Kader: Soumaila Sylla, Mory Keita, Naby Youssouf Oulare, Mohamed Soumah, Madiou Keita, Bangaly Cisse, Rayane Doucoure, Abdoulaye Toure, Amadou Diawara, Issiaga Camara, Moriba Kourouma, Naby Keita, Aguibou Camara, Ousmane Kamara, Aliou Balde, Amadou Kalabane Diallo, Henri Camara, Algassime Bah. Auf Abruf: Lassana Diakhaby, Mohamed Cherif Camara, Lancinet Kourouma, Mohamed Cherif Fofana.
1️⃣8️⃣ joueurs, 4️⃣ réservistes, voici le groupe retenu par le sélectionneur Kaba Diawara en vue des JO Paris 2024#FGF | #GbinGbinSo | #ParisOnArrive pic.twitter.com/AJGIOzJRdp
— Fédération Guinéenne de Football (@fgfofficiel) July 4, 2024
Weiter mit der ersten Meldung:
Überraschung! Werder Bremen-Profi Naby Keita steht im vorläufigen Olympia-Kader Guineas
Das ist eine Überraschung: Naby Keita von Werder Bremen steht im vorläufigen Kader Guineas für die Olympischen Spiele 2024.
Bremen – Bei Werder Bremen ist er nach einem Streik in Ungnade gefallen, in seinem Heimatland Guinea aber wird Naby Keita nach wie vor als Volksheld verehrt. Auch beim guineischen Fußballverband genießt er einen hohen Stellenwert. Jetzt ist der 29-jährige Mittelfeldspieler sogar für den vorläufigen Kader für die Olympischen Spiele 2024 berufen worden. „Wir wurden vom Verband über die Nominierung informiert“, bestätigt Clemens Fritz als Werder Bremens neuer Sportchef der „Bild“.
Dass Naby Keita bei dem Turnier dabei ist, ist trotz seines Status in Guinea aus mehreren Gründen durchaus überraschend. Nicht nur fehlt dem Afrikaner die Spielpraxis, auch seine Spielfitness bleibt ein Fragezeichen. Zuletzt war der 54-malige Nationalspieler außerdem schon in zwei Länderspielphasen nicht berücksichtigt worden. Er fehlte sowohl bei den Freundschaftsspielen im März als auch bei den WM-Qualifikationsspielen im Juni. Dazu kommt: Das olympische Fußball-Turnier ist für U23-Spieler gedacht, nur drei ältere Profis dürfen in den Kadern der einzelnen Länder stehen – einen Platz bekommt Keita.
Werder Bremen-Profi Naby Keita für Guineas Olympia-Kader nominiert: Neue Chance, sich für einen Club zu empfehlen
„Wir freuen uns für Naby und stehen der Teilnahme selbstverständlich nicht im Wege. Das Turnier ist sicher ein großer Ansporn für ihn, sich zu zeigen. Davon kann er nur profitieren“, sagt Fritz. Aber nicht nur für den Spieler ist Olympia eine große Chance, auch für Werder Bremen. Noch ist keine Lösung gefunden, wie es in Zukunft weiter gehen soll. Sportlich hatte der viel verletzte und praktisch nie fitte Naby Keita sich bei Werder nicht empfehlen können, durch seinen Streik vor dem Leverkusen-Spiel hatte er sich schließlich selbst ins Abseits befördert. Werder suspendierte ihn bis zum Saisonende. Die Zeichen stehen auf Trennung, noch aber hat Keita an der Weser einen Vertrag für weitere zwei Jahre. Fritz: „Wir sind weiter bestrebt, eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden, sei es vor dem Turnier oder danach.“
Bei den Olympischen Spielen könnte sich Naby Keita für einen anderen Club (oder eventuell auch nochmal für Werder Bremen) interessant machen. Das Fußball-Turnier beginnt für Guinea am Mittwoch, 24. Juli (17 Uhr), gegen Neuseeland. Die weiteren Spiele in Gruppe A stehen am Samstag, 27. Juli (21 Uhr), gegen Frankreich und am Dienstag, 30. Juli (19 Uhr), gegen die USA an. Danach beginnt die KO-Runde. Im besten Fall könnten bis zu sechs Spiele gespielt werden. Das Finale steigt am Freitag, 9. August (18 Uhr), im Pariser Parc des Princes. (han)