Werder-Profi fällt wieder aus

„Er ist natürlich sehr enttäuscht“: Wie Werder und Naby Keita mit der nächsten Verletzung des Mittelfeldstars umgehen

Naby Keita hat sich während des Spiels gegen die TSG Hoffenheim erneut verletzt und wird dem SV Werder Bremen wohl bis mindestens Anfang November fehlen.
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Naby Keita hat sich während des Spiels gegen die TSG Hoffenheim erneut verletzt und wird dem SV Werder Bremen wohl bis mindestens Anfang November fehlen.

Nach langer Verletzungspause gab Neuzugang Naby Keita im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim endlich sein Startelf-Debüt, doch der Mittelfeldstar hat sich wieder verletzt. Wie Spieler und Verein mit dem erneuten Rückschlag umgehen.

Bremen – Es hörte sich an, als hätte ein komplettes Stadion aufgestöhnt. Das ganze Entsetzen einmal laut herausgeatmet. In exakt jenem Moment, als sich Naby Keita am Samstag an den Oberschenkel griff. Nach seinem einzigen echten Sprint an diesem Abend im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Dabei sollte der Mittelfeldspieler doch genau jener Mann sein, der in der Zentrale des SV Werder Bremen eine längst vergessene Vitalität und Virtuosität wieder aufleben lässt.

Die Zweifel daran, ob er das noch schaffen wird, sind nun noch einmal größer geworden. Spötter hatten den Transfer des verletzungsanfälligen Profis ohnehin schon belächelt – und sehen sich jetzt durch die zweite muskuläre Blessur innerhalb von nicht einmal drei Monaten bestätigt. Und bei Werder Bremen müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, ob sie Naby Keita womöglich zu früh auf den Rasen gelassen haben.

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„Nein“, entgegnet Clemens Fritz als Leiter Profifußball des SV Werder Bremen im Gespräch mit der DeichStube entschieden. „Uns war bewusst, dass er nicht über 90 Minuten würde spielen können, aber wir hatten ihn in den Wochen zuvor gut aufgebaut und vorbereitet. Er war auch sehr gut drin im Training.“ Gegen die TSG Hoffenheim blieb der Nationalspieler Guineas den Beweis dafür allerdings komplett schuldig. Mit seinem schwerfälligen Auftritt behinderte Naby Keita das Bremer Spiel mehr, als dass er es belebte. Es hätte nicht überrascht, wenn der Ex-Liverpooler schon zur Pause in der Kabine geblieben wäre, nach einer Stunde sollte er dann tatsächlich dorthin. „Dass er sich dann genau in dem Moment verletzt, als wir die Auswechslung schon vorbereitet hatten, ist enorm ärgerlich. Wir können nur froh sein, dass es letztlich nicht ganz so schlimm ist – auch wenn er jetzt erst einmal zwei Spiele fehlen wird.“

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Werder Bremens Clemens Fritz: Naby Keita ist nach seiner Verletzung „natürlich sehr enttäuscht“

Der geplante Trip zum Nationalteam fällt damit für Naby Keita auch ins Wasser. Eigentlich hatte der Mittelfeldmann von Werder Bremen in Portugal bei zwei Testspielen seiner Auswahl gegen Guinea-Bissau und Gabun weitere Spielpraxis sammeln wollen. Nun bleibt er in Bremen, arbeitet mal wieder in der Reha und präpariert sich für die nächste Rückkehr. In der Hoffnung, dass sein Zustand dann ein besserer sein wird. „Es ist sehr bitter und er ist natürlich sehr enttäuscht, aber insgesamt hat er trotzdem einen gefestigten Eindruck auf mich gemacht“, sagt Clemens Fritz. „Er ist und bleibt da sehr optimistisch.“ (mbü)

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