Neues von Naby Keita

Werder-Profi Naby Keita winkt Spielpraxis bei Nationalmannschaft

Suspendiert, aber bei bester Laune: Werder Bremens Naby Keita hat am Dienstag kurz beim Weserstadion vorbeigeschaut.
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Suspendiert, aber bei bester Laune: Werder Bremens Naby Keita hat am Dienstag kurz beim Weserstadion vorbeigeschaut.

Wie ist eigentlich der Stand bei Naby Keita? Am Dienstag zeigte sich der suspendierte Profi des SV Werder Bremen mit einem breiten Grinsen am Weserstadion. Die DeichStube hat bei den Grün-Weißen nachgefragt.

Bremen - Kurze Hose, Kapuzenpullover und die Füße in Birkenstock - so spazierte Naby Keita am Dienstagmittag auf das Weserstadion zu, grüßte freundlich und reckte für den Fotografen beide Daumen nach oben. Dass seine Situation beim SV Werder Bremen nach wie vor alles andere als einfach ist, war dem 29-Jährigen in dem Moment nicht anzumerken. Zur Erinnerung: Seit gut fünf Wochen ist Keita suspendiert, nachdem er sich geweigert hatte, die Reise zum Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen mit anzutreten. Trainieren darf er nur noch abseits der Mannschaft. „Er absolviert mit unseren Athletiktrainern weiterhin ein ganzheitliches Programm, sowohl indoor als auch auf dem Platz“, sagte Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz am Dienstag gegenüber der DeichStube. Wie es mit Keita nach der Saison weitergeht, ist indes nach wie vor offen.

Trotz Suspendierung beim SV Werder Bremen: Naby Keita könnte für die Nationalmannschaft Guineas nominiert werden

„Wir sind mit seiner Agentur im Austausch und werden uns nach der Saison in Ruhe zusammensetzen, um über die Zukunft zu sprechen“, sagte Clemens Fritz - und erklärte: „Weiter möchte ich da aktuell nicht ins Detail gehen.“ Klar ist: Redebedarf gibt es zwischen Spielerseite und Verein genug, schließlich war die bisherige Zusammenarbeit ein großes Missverständnis. Naby Keita war zunächst durch gesundheitliche Probleme immer wieder zurückgeworfen worden, ehe er mit seinem Streik für einen handfesten Skandal sorgte. Dass der erfahrene Profi im Sommer eine neue Chance bei Werder Bremen erhält, erscheint vor diesem Hintergrund wenig realistisch. Werder jedenfalls dürfte an einer Auflösung des bis 2026 laufenden Vertrags interessiert sein. Ob sich das umsetzen lässt, hängt allerdings von mehreren Faktoren wie einer möglichen Abfindung sowie dem Interesse eines anderen Vereins ab.

Unabhängig vom Ausgang dieser Gespräche winkt Naby Keita demnächst immerhin mal wieder Spielpraxis. Für die WM-Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft Guineas in Algerien (6. Juni) und gegen Mosambik (10. Juni) dürfte der Kapitän nominiert werden. „Es gab eine Vorab-Information vom Verband, dass er nominiert werden könnte. Bisher ist aber noch nichts fix“, sagte Clemens Fritz. Weil Keita seinen Sommerurlaub bei einer Nominierung erst mit Verspätung antreten könnte, würde er bei Werder Bremen mindestens eine Woche nach den anderen Spielern in die Vorbereitung einsteigen. Trainingsstart der Mannschaft ist Anfang Juli. (dco)

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