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Johannesburg – In 17 von 17 Hinrundenspielen stand Maximilian Eggestein für Werder auf dem Platz und lieferte solide bis sehr gute Leistungen ab. Vier Tore hat der 22-Jährige in der laufenden Saison schon erzielt, dazu eines vorbereitet – Eggestein ist längst einer der Leistungsträger im System von Trainer Florian Kohfeldt. Aber wie lange noch?
Im Sommer 2020 läuft der Vertrag des U21-Nationalspielers aus, was Werder in folgende Situation bringt: Entweder den Kontrakt des Profis langfristig verlängern, oder ihn nach der Saison verkaufen, um noch eine Ablöse generieren zu können.
Dass Werder den Mittelfeldspieler unbedingt halten will, ist bekannt. Ebenso, wie die Tatsache, dass sich Eggestein in Bremen wohlfühlt – in Sachen neuer Vertrag ist abgesehen von ersten Sondierungsgesprächen bisher aber noch nichts passiert. „Wir haben uns schon mal ausgetauscht. Es ist aber noch nicht soweit, dass ein neuer Vertrag auf dem Tisch gelegen hat“, berichtete Eggestein während des Trainingslagers in Johannesburg. Geht es nach dem gebürtigen Hannoveraner, dann würde er das Thema ohnehin am liebsten aufschieben.
„Ich habe für mich noch nicht den richtigen Zeitpunkt gefunden, mich mit der Frage nach der sportlichen Zukunft auseinanderzusetzen“, erklärte Eggestein, dem erste Anfragen anderer Vereine vorliegen. Der Spieler weiß, dass sich Werder sehnlichst eine schnelle Unterschrift wünscht, dennoch betonte er: „Ich kann Werder verstehen, dass sich die Sache nicht bis in die Sommerpause ziehen soll, aber trotzdem muss ich meine persönliche Situation sehen.“
Entwicklung wichtiger als Qualifikation für Europa
Eggestein geht es dabei gar nicht so sehr um die Qualifikation fürs europäische Geschäft. Ihm ist die Gesamtentwicklung wichtiger: „Zu sagen, dass ich den Verein verlasse, wenn wir nicht europäisch spielen, wäre Blödsinn. Wichtig ist, dass wir weitere Entwicklungsschritte machen und ich einen positiven Trend erkennen kann.“
Eggestein hob zwar hervor, dass er seit dem Saisonstart reifer geworden sei, sagte aber auch: „Ich bin noch kein komplett entwickelter Spieler.“ Dazu fehlen ihm noch einige Schritte. Jetzt geht es darum, zu schauen, auf welchem Weg er sie am besten gehen kann. Das müsse auch nicht bis zum Ende der Saison dauern, sagte der Profi – und deutete an, dass schon bald Bewegung in die Sache mit den Vertragsgesprächen kommen kann: „Ich glaube nicht, dass es noch lange dauern wird.“