Werder-Sieg in Stuttgart

Schiri-Ärger nach Platzverweis für Ex-Werder-Profi Nick Woltemade: Kommt der Stürmer ohne Sperre davon?

Platzverweis! Nick Woltemade vom VfB Stuttgart sah im Spiel gegen seinen Ex-Club Werder Bremen Gelb-Rot von Schiedsrichter Daniel Schlager.
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Platzverweis! Nick Woltemade vom VfB Stuttgart sah im Spiel gegen seinen Ex-Club Werder Bremen Gelb-Rot von Schiedsrichter Daniel Schlager.

Der Platzverweis für Nick Woltemade gegen seinen Ex-Club Werder Bremen sorgt für Ärger. Der VfB Stuttgart ist wütend und hofft, dass der Profi ohne Sperre davonkommt.

Stuttgart – Der Frust im Lager des VfB Stuttgart war groß. „Ich sage am besten gar nichts“, meinte etwa Nationalspieler Maximilian Mittelstädt, als er wütend und enttäuscht durch die Mixed Zone der MHP-Arena stapfte. Da musste also etwas Spezielles passiert sein. War es ja auch. Kurz zuvor war noch ein gellendes Pfeifkonzert durchs Stadion geschallt, als Schiedsrichter Daniel Schlager das Spielfeld in Richtung Kabine verlassen hatte. Der Unparteiische hatte sich in der 65. Minute den Frust der heimischen Fans zugezogen, als er Nick Woltemade wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot frühzeitig unter die Dusche schickte. Der frühere Profi des SV Werder Bremen konnte es ebenso wenig wie der eigene Anhang fassen – und nicht nur er. Auch bei den Grün-Weißen tat man sich mit dem Platzverweis schwer.

Werder Bremen findet Gelb-Rote Karte für Nick Woltemade bei Sieg gegen VfB Stuttgart „schmeichelhaft“ und „sehr hart“

„Im Fußball geht es darum, Spiele zu gewinnen, deshalb ist es mir eigentlich egal, wer vom Platz fliegt“, sagte Werder-Kapitän Marco Friedl zwar, schob dann jedoch hinterher: „Bei ihm tut es mir aber natürlich schon leid. Es war auch eine sehr harte Entscheidung.“ Clemens Fritz als Geschäftsführer Fußball des SV Werder Bremen sah es ganz ähnlich: „Das ist schmeichelhaft. Für mich ist es keine Gelbe Karte, das ist mir zu wenig. Den Platzverweis muss man nicht geben.“ Und auch Trainer Ole Werner hob hervor: „Es ist sehr wenig. Ich weiß auch gar nicht, wer da wen zuerst berührt. Ich sage aber auch ganz ehrlich: Ich bin von montags bis freitags Schiedsrichter im Training – und bin deshalb froh, dass ich es am Wochenende nicht auch noch sein muss.“

In besagter Szene war Nick Woltemade in einen Zweikampf mit Mitchell Weiser gegangen, der Kontakt des Ex-Bremers mit dem Fuß seines ehemaligen Mannschaftskollegen war allenfalls minimal. Schlager griff dennoch durch und zückte die Ampelkarte. „Es war auf jeden Fall ein Foul“, meinte Weiser später auf dem Weg zum Teambus, „aber der Schiedsrichter war eh ein bisschen komisch. Er hat mir auch in den ersten Minuten eine Gelbe Karte gegeben, wo er auch Nick die erste gibt. Das fand ich jetzt auch nicht so gut vom Schiedsrichter.“

Nach Platzverweis gegen Werder Bremen: VfB Stuttgart hofft, dass Nick Woltemade nicht gesperrt wird

In den Reihen des VfB Stuttgart wurde man da etwas deutlicher. „Das war einfach keine Gelb-Rote Karte. Das hat einen faden Beingeschmack“, monierte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß, während der dortige Vorstandschef Alexander Wehrle mit ruhiger Stimme betonte, dass „Schiedsrichter Daniel Schlager nach dem Spiel zugegeben hat, dass es ein Fehler war. Das hat jeder gesehen“. Die Schwaben kündigten deshalb auch an, Protest gegen den Platzverweis einlegen zu wollen. „Ich denke, dass Woltemade dann nicht gesperrt wird“, erklärte Wehrle. VfB-Kapitän Atakan Karazor machte Werder Bremen sogar noch ein verstecktes Kompliment: „Die haben gemerkt, dass heute über solche Sachen einiges drin ist und sie haben das gut ausgenutzt. Und dann kriegt Nick halt durch zwei Fouls zwei Gelbe Karten.“ (mbü)

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