Nach 0:1 in Dortmund
„Schwer, das Ergebnis auszuklammern“: Die Stimmen zur Werder-Pleite gegen den BVB
Der SV Werder Bremen hat sich dem BVB am Freitagabend mit 0:1 (0:0) geschlagen geben müssen. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner und Co..
Ole Werner (Trainer SV Werder Bremen): „Es ist schwer, das Ergebnis auszuklammern, weil es eine gute Leistung war, und dann ist es bitter, wenn du dich dafür nicht belohnst. Ich glaube, dass wir über 90 Minuten sehr gut verteidigt haben als gesamte Mannschaft. Du kannst nicht alles verhindern, brauchst auch mal ein Quäntchen Glück. Auch mit Ball haben wir es in Phasen immer wieder geschafft – speziell in der ersten Halbzeit – Ruhe reinzukriegen, unsere Räume zu finden. Wir haben leider ein paar Kontergelegenheiten nicht so ausgespielt, wie du es ausspielen kannst. Dann kommst du auch zu mehr klaren Torschüssen. Das ist das, was wir uns heute vorhalten können, was heute gefehlt hat, um einen Punkt und vielleicht sogar mehr mitzunehmen.“
Leonardo Bittencourt (Werder-Profi): „Wenn andere uns das nicht zutrauen, ist uns das relativ egal. Wir wissen, was in uns steckt, und wussten, dass wir hier heute ein gutes Spiel zeigen können. Wir haben es über weite Strecken auch wirklich richtig gut gemacht, haben es den Dortmundern richtig schwer gemacht, und am Ende war es ein Weltklasse-Pass und ein schönes Tor, was die Kleinigkeit ausmacht, um das Spiel heute zu verlieren. Wenn wir ein Stück weit sauberer und ruhiger spielen, dann wären die Chancen vielleicht ein bisschen klarer gewesen, so waren es ein paar Halbchancen. Nichtsdestotrotz kannst du hier auch einen Punkt mitnehmen. (...) Intern ist es eigentlich relativ ruhig. Klar, so viel verlieren tut keiner gerne, aber wir wissen, welchen Weg wir machen wollen und deswegen müssen wir auch ruhig bleiben.“
Werder Bremen verliert gegen BVB: Stimmen von Marvin Ducksch, Michael Zetterer, Niclas Füllkrug und Co.
Marvin Ducksch (Stürmer SV Werder Bremen): „Das Einzige, woran wir heute zu nagen haben, sind die Konter. Da hatten wir drei, vier gute Überzahl-Möglichkeiten, die wir nicht gut ausgespielt haben. Ich muss der ganzen Mannschaft dennoch ein Lob aussprechen. Wir haben sehr viel von dem umgesetzt, was wir heute auf den Platz bringen wollten. Wir wussten, dass wir nicht alles gegen diese Top-Mannschaft verteidigen können. Wir hatten heute einen überragenden Torwart hinten drin, der uns im Spiel gehalten hat. Schade, dass es nicht irgendwie für einen Punkt gereicht hat.“
Michael Zetterer (Torwart SV Werder Bremen): „Ich glaube, in der ersten Halbzeit waren wir echt gut und haben so verteidigt, wie wir uns das vorgestellt haben. In manchen Situationen war auch ich so da, wie ich mir das vorgestellt habe. In der zweiten Halbzeit war es dann auch sehr ordentlich, bis auf die eine Aktion, die wir nicht verteidigen. Aber als Mannschaft war das nach den letzten Wochen ein Riesen-Schritt nach vorne. So muss es jetzt weitergehen.“
Niclas Füllkrug (BVB-Stürmer und Ex-Werder-Profi): „Es war ein zähes Spiel. In so einem Spiel hätte es ein 1:0 in der ersten Halbzeit gebraucht. Die Möglichkeiten waren aber da. Man hat gesehen, dass die Bremer, die sonst immer hoch pressen, relativ tief standen und uns die Räume eng gemacht haben. Nach dem 1:0 in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Räume viel größer wurden. (...) Ich hätte gerne ein Tor gemacht.“
Werder-Bremen-Niederlage gegen Borussia Dortmund: BVB-Trainer Edin Terzic spricht von „hochverdientem Sieg“
Edin Terzic (BVB-Trainer): „Wir haben es verpasst, das zweite Tor nachzulegen oder das erste Tor früher zu schießen. Mit der siebten Möglichkeit haben wir dann endlich getroffen. Bis auf eine Phase zwischen der zehnten und 25. Minute – da hatte ein bisschen der Zugriff gefehlt, da haben dann die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, nicht so gut funktioniert. Sie konnten ihre Muster spielen, aber das haben wir dann relativ schnell wieder in den Griff bekommen. Ich finde, dass die zweite Halbzeit richtig gut war. Dass es so eng war, lag daran, dass wir die großen Dinger liegen gelassen haben. Trotzdem war es ein hochverdienter Sieg.“
Julian Brandt (BVB-Profi): „Das ist heute schon relativ gut gelungen alles. Ich bin sehr happy. Und müde. Sie haben versucht, einfach Fußball zu spielen, hinter unsere Kette zu kommen. Sie sind aber trotzdem immer wieder sehr schnell hinter den Ball gekommen und haben es uns gerade in der ersten Halbzeit schwer gemacht, sie haben die eigene Box gut besetzt. Wir haben dann nicht so richtig den freien Mann gefunden und hatten dementsprechend nicht richtig die Chancen gehabt. Wir wussten, dass wir die Bremer müde machen und sie dann nicht mehr jeden Meter machen können.“
(mit Stimmen von DAZN)