Vor dem Frankfurt-Spiel
Moisander will Kumpel Hradecky wieder ärgern
Bremen - Der Eckball kam von Zlatko Junuzovic, die Verlängerung per Kopf von Milos Veljkovic - und dann war Niklas Moisander da.
Ziemlich unorthodox und alles andere als elegant bugsierte Werders Innenverteidiger den Ball am 3. November irgendwie über die Linie. Es war das zwischenzeitliche 1:1 im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Das Debüt von Werders neuem Trainer Florian Kohfeldt schien wenige Tage nach der Entlassung von Alexander Nouri eine positive Wendung zu nehmen. Am Ende verlor Werder dann aber doch - 1:2. Knapp fünf Monate nach dem Spiel blickt Moisander inzwischen versöhnlich auf den Abend im Frankfurter Waldpark zurück.
Moisander lobt Frankfurt-Keeper Hradecky
Zum einen, weil sich Werders Lage in der Tabelle mittlerweile deutlich entspannt hat, und zum anderen, weil der Treffer zum 1:1 das bisher einzige Bundesligator des Finnen ist. Geschossen hat er es gegen Lukas Hradecky, seinen Landsmann, der wie Moisander aus der Stadt Turku stammt. Beide Männer kennen sich schon lange. Wenn Werder am Ostersonntag die Frankfurter zum Rückspiel empfängt, würde Niklas Moisander sein persönliches Erfolgserlebnis gegen Hradecky gerne wiederholen.
„Es wäre schön, nochmal gegen Lukas zu treffen“, sagt der Bremer Abwehrchef mit einem breiten Lächeln. „Dann könnte er nie wieder etwas gegen mich sagen.“ Moisander weiß allerdings, dass es nicht leicht werden dürfte, schließlich hat Hradecky in der laufenden Saison in 27 Spielen erst 30 Gegentore zugelassen. Weniger kassierten nur die Bayern. „Lukas hat schon im letzten Jahr gezeigt, dass er ein starker Torhüter ist“, sagt Moisander - und betont: „Er hat alles, was es braucht, um einer der besten Torhüter in Europa zu werden.“ Der beste in Finnland ist Hradecky bereits.
„Treffen auf einen Kaffee oder ein Bier“
Die Nummer 1 der Nationalmannschaft stand zuletzt am Freitagabend beim 0:0 gegen Mazedonien zwischen den Pfosten. Bis vor Kurzem haben sich Moisander und Hradecky bei Länderspielreisen noch getroffen. Im November trat Kapitän Moisander dann zurück. „Jetzt treffen wir uns, wenn wir Urlaub haben in Turku auf einen Kaffee oder ein Bier“, berichtet Moisander, dem Hradecky schon als Jugendspieler ein Begriff war. Da der Abwehrspieler aber bereits im Alter von 17 Jahren zu Ajax Amsterdam wechselte, verloren sich die beiden Talente aus den Augen. „In der Nationalmannschaft haben wir uns wiedergetroffen“, sagt Moisander.
Inzwischen sind die beiden Männer gut miteinander befreundet. Daran hat auch Moisanders Tor aus dem Hinspiel nichts geändert. „Es war mein erstes Tor in der Bundesliga, und das ausgerechnet gegen ihn. So etwas schweißt doch zusammen“, lacht Moisander. Gut möglich, dass Hradecky ihm in diesem Punkt widersprechen würde.
Niklas Moisander: Seine Karriere in Bildern




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