Ex-Werder-Spieler blüht auf

Niklas Schmidt verzückt den FC Toulouse: Ex-Werder-Profi überzeugt in Frankreich und lässt seine Klasse auch gegen Liverpool aufblitzen

In der Anfield Road gegen den FC Liverpool am Ball: Niklas Schmidt blüht nach seinem Wechsel von Werder Bremen zum Europa-League-Club FC Toulouse auf.
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In der Anfield Road gegen den FC Liverpool am Ball: Niklas Schmidt blüht nach seinem Wechsel von Werder Bremen zum Europa-League-Club FC Toulouse auf.

Bei Niklas Schmidt läuft es! Der Ex-Profi des Werder Bremen blüht in Frankreich beim FC Toulouse auf und bringt seinen Trainer, Mitspieler sowie Präsidenten ins Schwärmen.

Liverpool/Toulouse – Ob Niklas Schmidt sich einmal fest kneifen musste, ist nicht überliefert. Unwahrscheinlich ist es aber nicht. Schließlich muss es dem ehemaligen Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen wie im Traum vorgekommen sein, was er da gerade erlebt hatte. Der 25-Jährige hatte am eigenen Strafraum, mit dem Rücken zum gegnerischen Tor, eine schnelle Drehung gemacht und dann unter höchstem Gegnerdruck einen ebenso scharfen wie präzisen Traumpass an die Mittellinie gespielt, wo Mitspieler Aron Dønnum keine Mühe mehr hatte, den Ball auf den durchstartenden Thijs Dallinga durchzustecken. Der Stürmer des FC Toulouse blieb cool und vollstrecke zum umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer.

So weit, so gewöhnlich. Allerdings passierte all das nicht in irgendeinem x-beliebigen Spiel, sondern in der Europa League, an der legendären Anfield Road – gegen das mit Weltstars gespickte Ensemble des fünffachen Champions-League-Siegers FC Liverpool. Und Niklas Schmidt, das Eigengewächs des SV Werder Bremen, war nicht nur irgendwie dabei, sondern hatte mit einer einzigen Aktion mal eben alle Fans im Stadion verzückt. Am Ende kam der FC Toulouse zwar deutlich mit 1:5 unter die Räder, dennoch dürfte das Spiel beim LFC für Schmidt ein vorläufiges Karriere-Highlight darstellen.

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Niklas Schmidt überzeugt nach seinem Abschied vom SV Werder Bremen beim FC Toulouse: „Für unser Team eine Bereicherung“

„Niklas hat sich sehr schnell bei uns eingefügt“, lobte FC Toulouse-Boss Damien Comolli den Deutschen kürzlich gegenüber Sport1. Und der ehemalige Liverpool-Manager freut sich immer noch diebisch über den Transfer von Niklas Schmidt, der im Sommer für 2,5 Millionen Euro Ablöse von Werder Bremen in den Süden Frankreichs gewechselt war: „Sowohl menschlich als auch rein spielerisch ist er für unser Team eine Bereicherung. Er hat alle Möglichkeiten, eine tolle Karriere hinzulegen.“
 
Seit gut zwei Monaten spielt Schmidt inzwischen beim amtierenden französischen Pokalsieger. Und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase mit einigen Kurzeinsätzen (unter anderem 19 Minuten beim 1:1 gegen Paris Saint-Germain) ist der Ex-Profi des SV Werder Bremen zuletzt nicht mehr aus der Startelf der „Téfécé“ wegzudenken. In acht von neun Ligaspielen stand Niklas Schmidt auf dem Rasen und hat Anfang Oktober auch seinen ersten Treffer erzielt – beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Metz.

FC Toulouses Abwehrchef über Werder Bremens Ex-Profi Niklas Schmidt: „Bringt viel Leidenschaft mit“

„Niklas ist ein sehr intelligenter Spieler“, schwärmt FC Toulouse-Trainer Carles Martínez Novell, der vor allem die Spielübersicht des ehemaligen Spielers von Werder Bremen schätzt. „Wie er sich zwischen den Linien bewegt, wie er immer wieder den Ball fordert und Verantwortung übernimmt, gefällt mir sehr. Er ist mit Sicherheit auf einem sehr guten Weg.“ Auch Abwehrchef Logan Costa ist happy, Niklas Schmidt in seiner Mannschaft zu haben: „Man spürt täglich, dass er einfach froh ist, bei uns zu sein. Er bringt viel Leidenschaft und auch eine Portion Disziplin in unserer Mannschaft mit.“
 
Es läuft also für Niklas Schmidt beim FC Toulouse – nur punktemäßig ist noch ein wenig Luft nach oben: In der Ligue 1 belegt der Europapokal-Teilnehmer nach neun Ligaspielen mit zwei Siegen, fünf Unentschieden und zwei Niederlagen Tabellenplatz zehn. Auch der Traum von weiteren magischen Nächten in der Europa League ist für Schmidt und Co. noch nicht ausgeträumt. Nach bislang drei Spielen in der Gruppe E stehen vier Zähler und Rang drei zubuche – gleichauf mit den zweitplatzierten Belgiern von Royale Union Saint-Gilloise. Das Weiterkommen ist also durchaus noch möglich. Und vielleicht können Ex-Werder-Profi Schmidt und Co. den großen FC Liverpool beim Wiedersehen in Frankreich in zwei Wochen ja so richtig entzaubern. (mwi)
 

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