Werder-Profi spricht
Werder-Verteidiger Stark über den Trainerwechsel: „Wir müssen wieder mehr denken“
Werder Bremens Abwehrmann Niklas Stark spricht im Zillertal-Trainingslager der Grün-Weißen über die Umstellungen unter Neu-Trainer Horst Steffen und Neuzugang Maximilian Wöber.
Zell am Ziller – Trainingslager, das ist jetzt wenig überraschend, bedeuten in der Regel Schwerstarbeit für Fußballprofis: viele Einheiten, viele Laufmeter, Taktikschulungen, Testspiele. Für die Spieler des SV Werder Bremen ist der diesjährige Aufenthalt im österreichischen Zillertal sogar noch mal eine Spur anspruchsvoller – weil er unter Anleitung eines neuen Cheftrainers stattfindet, gewohnte Abläufe also verschwunden und neue plötzlich an der Tagesordnung sind. „Es ist sehr spannend, etwas Neues zu erleben“, betont Innenverteidiger Niklas Stark, dessen Chef seit einigen Wochen nicht mehr Ole Werner, sondern Horst Steffen heißt. „Klar, es ist immer noch derselbe Sport, aber im Drumherum verändert sich gerade sehr viel für uns“, sagt der 30-Jährige – und verrät: „Übertrieben gesagt waren wir schon ein bisschen eingesessen und wussten mehr oder weniger, was wir in der Woche trainieren und wann es was zu essen gibt. Jetzt müssen wir wieder mehr denken, und das ist nicht schlecht.“
Werder Bremen-Verteidiger Niklas Stark über Horst Steffen und die Viererkette: „Als Spieler musst du dich anpassen können“
Speziell auf Starks Mannschaftsteil, die Abwehr, trifft das zu, denn in der letzten Reihe wird Werder Bremen künftig nicht mehr mit Dreier- beziehungsweise Fünferkette, sondern mit Viererkette agieren. Im Trainingslager arbeitet die Mannschaft intensiv an der Umstellung. „Als Spieler musst du dich anpassen können“, sagt Niklas Stark. „Bevor ich zu Werder kam, habe ich oft Viererkette gespielt und musste mich dann umstellen auf eine Fünferkette. Jetzt ist es wieder andersrum. Das sollte aber kein Problem sein.“ Zumal bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison noch Zeit ist.
In Maximilian Wöber hat Werder Bremen unlängst einen neuen Abwehrspieler verpflichtet (leihweise von Leeds United), in seiner Heimat Österreich lernt der 27-Jährige die neuen Kollegen derzeit intensiv kennen. Niklas Stark hat er dabei bereits von sich überzeugt: „Er macht einen sehr, sehr guten Eindruck auf mich. Er nimmt jeden Zweikampf an und erkennt viele Dinge, die er dann auch sofort anspricht. Es wirkt auf mich nicht so, als wäre er erst seit ein paar Wochen da, sondern schon länger.“ Sicherlich kein Nachteil, wenn es darum geht, dass sich Werders Abwehrspieler schnell aneinander und die neue Defensivformation gewöhnen sollen. (dco)
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