Werder-Einzelkritik
Werder in Noten gegen Köln: Niclas Füllkrug erneut zur Stelle, Karl Hein ein starker Rückhalt
Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln nach Halbzeit-Rückstand 1:1 gespielt. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Karl Hein: Zeigte direkt in der Anfangsphase seine Qualitäten als Elfmeterkiller, als er den Strafstoß von Dallinga glänzend parierte (8.). War dann nur drei Minuten später beim platzierten Abschluss von Maina machtlos (11.). Verhinderte mehrfach das 0:2 – und rettete kurz vor Schluss gegen Bülter den Punktgewinn (86.). Bei hohen Bällen hier und da etwas unsicher, was aber nicht stark ins Gewicht fiel. Note 1,5
Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Köln: Amos Pieper erst mit Fehler, dann am Bremer Tor direkt beteiligt
Arthur (bis 81.): Bereitete nach vier Minuten mit einer guten Flanke Füllkrugs Kopfballchance vor. Wirkte auch darüber hinaus stabiler als noch in der Vorwoche bei seinem Debüt. Offensiv allerdings erneut größtenteils blass. Defensiv dafür solide. Note: 3
Amos Pieper: Sein Fehlpass im Aufbauspiel brachte das frühe Gegentor auf den Weg. Wirkte insgesamt im ersten Durchgang hektisch und ungenau. Dafür mit einer sehr wichtigen Grätsche im letzten Augenblick gegen Dallinga (57.). War an der Entstehung des Ausgleichstreffers durch sein gewonnenes Kopfballduell beteiligt, insgesamt nach der Pause deutlich stabiler. Note: 3,5
Marco Friedl: Der Kapitän musste in Hälfte eins gleich mehrfach Hereingaben im letzten Moment klären. Hätte aus einer Kopfballchance nach einem Eckball deutlich mehr machen können (43.). Wirkte robust und löste gleich mehrere Situationen mit gutem Auge. Werders bester Verteidiger. Note: 2
Olivier Deman: Präsentierte sich gleich mehrfach mit gutem Timing im Zweikampf. Rückte jedoch nur zögerlich offensiv nach, weil er sich größtenteils auf die Defensive konzentrierte. Kurz nach der Pause mit einem starken Vorstoß, verpasste es aber, den Ball auf Dinkci abzulegen. Note: 3
Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Köln: Ludovit Reis blass, Marco Grüll engagiert
Youri Regeer (bis 83.): Verschuldete den frühen Handelfmeter, drehte sich dabei zwar aus kurzer Distanz weg, hatte den Arm aber zu weit oben. Insgesamt mit größerer Mühe, den Bereich vor der Abwehr zu organisieren als noch gegen Leipzig. Wurde mit laufender Spielzeit präsenter und ballsicherer. Musste zehn Minuten vor dem Ende mit Krämpfen raus. Note: 3
Ludovit Reis (bis 70.): Die erste Hälfte lief größtenteils am Neuzugang vorbei. Machte zwar viele Meter, hatte aber so gut wie keine Ballaktionen. War nach der Pause zwar etwas mehr eingebunden, aber sein Spiel blieb fehlerbehaftet. Verließ folgerichtig als erster Bremer den Platz. Note: 4
Chuki: Benötigte Zeit, um ins Spiel zu finden. Danach wurde er präsenter und forderte viele Bälle. Hatte gegen zweikampfstarke Kölner körperlich unübersehbare Probleme. Versuchte dennoch viel und verpasste den Ausgleich, weil sein Abschluss zu ungenau war (53.). Brachte dann die Ecke vors Tor, die zum Ausgleich führte. Note: 3,5
Marco Grüll: Begann sehr agil und hatte in der Anfangsphase mehrere gelungene Aktionen. Wenn die Bremer gefährlich wurden, hatte er zumeist seine Füße im Spiel. Insgesamt ein leidenschaftlicher Auftritt des Österreichers, dem aber oft die Zielstrebigkeit im letzten Drittel abging. Note: 2,5
Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Köln: Niclas Füllkrug trifft erneut
Eren Dinkci (bis 83.): Ging bei Piepers Pass in den Raum nicht entschlossen genug in Richtung Ball und kam dann beim Abschluss von Maina zu spät. Brauchte vor der Pause oft zu lange bei der Entscheidungsfindung und agierte in direkten Duellen bei
tiefen Läufen somit unglücklich. Hatte Pech bei seinem spektakulären Lattenkracher (57.). Note: 3,5
Niclas Füllkrug (bis 81.): Setzte einen Kopfball aus aussichtsreicher Position zu zentral aufs Tor (4.). Leistete sich ansonsten viele leichte Abspielfehler und war in den ersten 45 Minuten nur wenig ins Spiel eingebunden. Hatte seine auffälligste Szene mit der starken Kopfballablage vor dem Lattenkracher von Dinkci. Es war lange Zeit kein guter Auftritt des 33-Jährigen, doch dann war er nach einem Abpraller zur Stelle und schob den Ball eiskalt zum Ausgleich ein (70.). Note: 2,5
Dariusz Stalmach (ab 70.): Kam zwanzig Minuten vor dem Ende für Reis und reihte sich vor der Abwehr ein. Hatte dort allerdings keine auffälligen Aktionen mehr. Note -
Mick Schmetgens (ab 81.): Der Youngster feierte seinen fünften Bundesliga-Einsatz. Ließ sich einmal zu einfach von El Mala vernaschen. Note -
Cedric Itten (ab 81.): Ersetzte Füllkrug in der Schlussphase im Sturmzentrum. Note -
Mitchell Weiser (ab 83.): Feierte sein emotionales Comeback nach über 14-monatiger Kreuzbandverletzung ausgerechnet in seiner alten Heimat. Es war sein erster Bundesligaeinsatz seit Mai 2025. Note -
Paul Erevbenagie (ab 83.): Der Flügelflitzer erlebte die Schlussphase auf dem Platz mit. Note -
Weiter mit der Startelf-Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung in Köln: Cheftrainer Thioune setzt auf bewährte Startelf – Mitchell Weiser steht im Kader
Der SV Werder Bremen spielt am Samstag (18.30 Uhr) auswärts gegen den 1. FC Köln. So sieht die Startelf-Aufstellung aus!
Update vom 12. September (17.30 Uhr): Jetzt ist sie da, die Aufstellung des SV Werder Bremen für die Partie beim 1. FC Köln. Welche Startelf Trainer Daniel Thioune ins Rennen schickt, seht Ihr hier im Liveticker!
Update vom 12. September (13.30 Uhr): Nach DeichStube-Informationen ist Mitchell Weiser mit der Mannschaft nach Köln gereist. Für die Startelf des SV Werder Bremen ist der 32-Jährige zwar noch keine Option, doch nach 14-monatiger Verletzungspause wäre demnach zumindest ein Kurzeinsatz möglich.
Dass er etwas zu spät dran war, war ihm durchaus bewusst. Deshalb legte Mitchell Weiser das letzte Stück zum Platz am Freitagvormittag auch im Laufschritt zurück, während er sich parallel dazu ins langärmlige Trainingsshirt manövrierte, lächelnd. Kurz darauf wurde er von den Kollegen auf dem Rasen feixend empfangen. Beim SV Werder Bremen, so viel steht fest, ist es nicht nur Weiser, der sich darüber freut, nach 14-monatiger Ausfallzeit endlich kurz vor dem Comeback zu stehen – die gesamte Mannschaft sehnt die Rückkehr des früheren Leistungsträgers herbei. Theoretisch könnte es am Samstagabend während des Auswärtsspiels beim 1. FC Köln (18.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) tatsächlich so weit sein. Praktisch spricht kurz vor der Partie allerdings eher wenig dafür.
Wie sieht Werder Bremens Startelf gegen den 1. FC Köln aus? Daniel Thioune: „Die Tendenz geht dahin, dass...“
Dass Mitchell Weiser für das Köln-Spiel eine Option für den Kader ist, hat Cheftrainer Daniel Thioune bereits durchblicken lassen. Damit er tatsächlich zum Einsatz kommt, müssten vermutlich sowohl Spielverlauf als auch Personalsituation schon sehr genau passen. Sicher ist: Für die Startelf ist Weiser kein Kandidat. Dafür war er schlicht zu lange raus. Und dafür haben es die Kollegen während des 3:1 gegen RB Leipzig viel zu gut gemacht.
„Ich glaube, dass am vergangenen Wochenende die Spieler, die auf dem Platz standen, eine Menge dafür getan haben, diese Woche wieder spielen zu dürfen“, sagt Thioune, der das zwar nicht als in Stein gemeißelt verstanden wissen möchte, aber erklärt: „Die Tendenz geht dahin, dass ich die gleichen elf Jungs auf den Platz schicke. Alles andere wäre ja auch Quatsch.“ In der Tat hatte sich kein Startelf-Spieler des SV Werder Bremen gegen Leipzig für eine Köln-Auszeit „empfohlen“.
Werder Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Köln: Neuzugang Arthur erneut in der Startelf?
Heißt: Vor dem ohnehin gesetzten Karl Hein im Tor wird Werders Viererkette auch beim Effzeh aus Arthur, Amos Pieper, Kapitän Marco Friedl und Olivier Deman bestehen. Davor, im Zentrum, sollen Ludovit Reis und Youri Regeer erneut für Kompaktheit sorgen, während Chuki für Impulse und Ideen nach vorne zuständig ist, damit wiederum die Angreifer Eren Dinkci (rechter Flügel) , Niclas Füllkrug (Zentrum) und Marco Grüll (linker Flügel) glänzen können.
Und Mitchell Weiser? Sollte der 32-Jährige tatsächlich erstmals wieder im Kader stehen, sind mehrere Rollen denkbar. Ein Comeback als Rechtsverteidiger in der Schlussphase ebenso wie erste Spielminuten in offensiverer Rolle, für die Thioune den Routinier vorrangig vorsieht. (dco)
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